Ausnahmekletterer Nico bezwingt erneut eine 9a Route

Gailtal - Erneut hat es der Gailtaler Ausnahmekletterer Nico Ferlitsch geschafft! Vor Kurzem konnte er die Route „Intermezzo XY gelöst“, mit dem Schwierigkeitsgrad 9a, bezwingen. Diese befindet sich am Plombergstein am schönen Wolfgangsee in Salzburg. Uns hat der 17-Jährige mehr darüber erzählt.

Am Donnerstag konnte Nico Ferlitsch die "Intermezzo XY gelöst" bezwingen.
„Die „Intermezzo XY gelöst“ hat die Schwierigkeitsbewertung 9a – und das meiner Meinung nach zu Recht. Sie ist eine sehr kurze Route mit sehr kleinen Griffen und schweren Kletterzügen“, beschreibt Kletterer Nico Ferlitsch die Route. Die Motivation diese Route zu bezwingen war von Anfang an groß. Insgesamt fuhr der 17-Jährige vorab viermal nach Salzburg um die Züge zu üben. Am Donnerstag, 18. April, war es dann endlich soweit.

Dritte 9a Route geschafft

„Es fühlte sich alles so unwirklich an und ich konnte meine ganze Kraft und Fokus nur auf diese Route legen. Ich bin stolz, dass ich schon drei 9a-Routen geklettert bin und die letzten zwei davon innerhalb von nur 10 Wochen“, schwärmt Ferlitsch. Der 17-Jährige zählt zu den wenigen Kletterern die dies in so jungen Jahren bereits geschafft haben. „Persönlich merke ich schon, dass ich durch mein Training an Kraft zugelegt habe, wenn ich zurückdenke auf meine erste 9a „Martin Krpan“ in Slowenien. Damals kämpfte ich auf einem ganz anderen Level“, so Ferlitsch.

Bereit für die nächste Herausforderung

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickt der 17-Jährige auf seine Errungenschaft zurück. „Es ist fast schade, dass „Intermezzo XY gelöst“ schon abgehakt ist, denn die Route hat mir ausgesprochen gut gefallen und ich fand es lustig, sie immer wieder zu probieren“, erzählt Ferlitsch. Noch ist nicht sicher, welcher Herausforderung sich der Kletterer als Nächstes stellen wird. „Für die nähere Zukunft gibt es noch keine konkreten Pläne, jedoch möchte ich wieder etwas in dieser Güteklasse probieren oder vielleicht den Grad nach oben schrauben“, so Ferlitsch. Der 17-Jährige bedankt sich auch bei seinen Sponsoren Grivel, Kärntensport und dem Massageinstitut Obernosterer. „Sie stehen immer hinter mir und unterstützen mich bei meinen Vorhaben“, betont Ferlitsch dankbar.

Bergsteiger Unglück

Die Freude über die geschaffte 9a Route wurde jedoch von einem tragischen Lawinenunglück in Kanada gedämpft, bei denen die drei Spitzenalpinisten David Lama, Hansjörg Auer und Jess Roskelley sehr wahrscheinlich ums Leben kamen. „Nur wenige Minuten nach meinen Durchstieg erfuhr ich von dem Unfall und war fassungslos. Ich bin gedanklich bei den Hinterbliebenen und sende ihnen viel Kraft in diesen schweren Stunden“, so Ferlitsch.