Bei uns ziehen alle an einem Strang

Gitschtal -

Rudolf Mauschitz (50) ist seit rund 28 Jahren bei der Gemeinde Gitschtal beschäftigt, seit dem Jahr 2010 als (Bau)Amtsleiter. Er hat ein kleines, aber gutes Team um sich und alle arbeiten sehr effizient. Privat gibt es eine Lebensgefährtin und zwei Töchter im Alter von zweieinhalb und fünfeinhalb Jahren.

Rudolf Mauschitz – seit rund 28 Jahren im Dienste der Gemeinde tätig

Das Gailtal Journal hat sich mit dem gebürtigen Gitschtaler über sein Leben, seinen Job und die Pläne im Tal unterhalten.


Gailtal Journal: Herr Mauschitz, als Amtsleiter der Gemeinde Gitschtal haben Sie viele Aufgaben zu erfüllen?

Die Gemeinde Gitschtal ist (auch) im Verwaltungsapparat eine kleine Gemeinde. Viele, beinahe alle Angelegenheiten werden über den Amtsleiter in Absprache mit dem Bürgermeister abgehandelt. Es ist und wird nicht langweilig. Ich habe aber „Gott sei Dank“ ein hervorragendes Team neben mir. Gemeinsam sind wir ein starkes Team, welches, wenn nur irgendwie möglich, unbürokratisch und schnell arbeitet. Schnelle Abhandlung verwaltungstechnischer Angelegenheiten wird bei uns wirklich großgeschrieben.

Mit rund 1250 Einwohnern zählt Ihre Kommune zu den eher kleineren
Gemeinden im Bezirk Hermagor und hat mit dem Wegziehen zu „kämpfen”?

Mit einigen Projekten sowie Gegenmaßnahmen zur Abwanderung hält sich dies in Grenzen. So hat die Gemeinde ein Baulandmodell in der Ortschaft Jadersdorf geschaffen. Hier wurden seitens der Gemeinde Grundstücke erworben, dies mit dem Hintergrund ein sogenanntes Baulandmodell zu erstellen. Es sind zehn Bauplätze entstanden, die einem gewissen Publikum kostengünstig zur Verfügung gestellt werden sollen. Zusätzlich entsteht auf eine private Initiative hin ein Baulandmodell in Weißbriach.

Der Gitschtaler mit seiner Lebenspartnerin und den beiden Töchtern

Es gibt einige größere Leitbetriebe bei Ihnen und sichern Arbeitsplätze?

Auf unsere Leitbetriebe aber auch auf jeden Einzelnen, auch kleinen, feinen Gewerbebetrieb bzw. Familienbetrieb sind wir stolz. Alle sind Teil einer funktionierenden Gemeinschaft. Mit dem Gewerbepark in Lassendorf hat die Gemeinde einen Teil dazu beigetragen. Ohne Initiative der Unternehmer geht aber nichts.

Welche besonderen Herausforderungen sehen Sie für die Zukunft?

Wir haben als primäre Aufgabe, die vorhandene Infrastruktur zu erhalten. Diese Infrastruktur sucht seinesgleichen. Wir haben ein wunderschönes Familienschigebiet, ein schönes Freischwimmbad, einen Nahversorger, Bäcker, Elektriker, Tischler, Installateur und mehrere Betriebe, welche Zimmermannsarbeiten durchführen und viele andere mehr. Nachdem unser „Landarzt“ Dr. Peter Steiner in den wohlverdienten Ruhestand getreten ist, wurde mit Dr. Karina Rangger eine gute Nachfolgerin gefunden und die ärztliche Versorgung ist weiterhin gewährleistet.

Was ist Ihnen sonst noch wichtig, bzw. sollte unbedingt gesagt werden?

Beruflich als Amtsleiter bin ich stolz, dass beinahe alle Gemeinderatsbeschlüsse bei uns einstimmig ausfallen. Dies zeigt, dass in der Gemeinde alle an einem Strang ziehen. Privat möchte ich mich bei meiner Familie samt meinen Eltern für ihre Unterstützung bedanken. Hier finde ich meine Ruhe und meinen Halt.