Dr. Kurt Genser wird 70

Hermagor -

Nach 35 Jahren an der „Karnischen Tourismus-Front“ genießt der sportliche Neo-Siebziger seit fünf Jahren seinen wohlverdienten Ruhestand.

Dr. Kurt Genser

Beim gemütlichen Kaffee-Gespräch mit dem Gailtal Journal zeigt sich Dr. Kurt Genser (geb. 1953) gemütlich relaxt. „Ich bin sehr zufrieden mit meinem Leben und freue mich über jeden neuen Tag, den ich gesund erleben darf.“

Wie alles begann

Angesprochen auf seinen beruflichen Werdegang erinnert sich „Kurti“ gerne an seine Kindheits- und Jugendjahre. Genser ist geborener Spittaler und hatte durch Familien-Verwandtschaft bereits im Kindes-Alter die Gelegenheit, seine Sommerferien etwa 20 Jahre lang (von 1960 bis 1980), meist gemeinsam mit seinen beiden älteren Brüdern, bei Tante Gitta und Onkel Fritz (Chef vom „Österreichischen Hof“) in Pörtschach am Wörthersee zu verbringen. Dadurch entstanden automatisch erste intensive Kontakte zum Sommer-Tourismus, der damals intensiv im Aufblühen war. Nach Pflichtschule und Gymnasium absolvierte Kurt Genser das Geografie- und Mathematik-Studium in Graz. „Lehramt war eigentlich nicht mein Thema, denn meine Sensoren waren bereits als Student eher in Richtung Privatwirtschaft, konkret Tourismus und Regional-Entwicklung, sensibilisiert.“

Jugendjahre im Hotel mit Gabi Semmelrock-Werzer

Job-Suche

Interessant gestaltete sich Gensers Job-Suche nach dem Studium. „Mein Bruder Walter war Anfang der 1980er-Jahre schon beim ORF beschäftigt, als er von einem Kollegen den Tipp bekam, dass man in der Stadtgemeinde Hermagor angeblich einen Tourismus-Mitarbeiter als Verkehrsamts-Leiter sucht. Daraufhin fuhr ich mit Onkel Fritz (Werzer-Chef) nach Hermagor und aufs Nassfeld, um von dieser Region überhaupt mal erste Eindrücke sammeln zu können. Meiner Bewerbung folgte dann im Jahre 1982 ein offizielles Hearing. Dabei dürfte ich die damaligen Jury-Mitglieder Max Rauscher, Zenz Rauscher, Franz Obernosterer, Arnold Pucher und Gerhard Pongratz von meinen Voraussetzungen für diesen Job überzeugt haben. Jedenfalls wurde mein Berufs-Start – nach einigen Praxis-Monaten in Pörtschach und in Bad Kleinkirchheim – mit April 1983 fixiert. Bis dorthin wurde die Funktion des Verkehrsamts-Leiters von Vinzenz Rauscher ausgeübt, der allerdings im selben Jahr bereits erstmals zum Bürgermeister gewählt wurde.“ Nach der Ausgliederung der Tourismus-Aktivitäten in eine eigene Gesellschaft (1998) war Kurt Genser, bis zur Pensionierung im Jahre 2018, Geschäftsführer der neu gegründeten Karnischen Tourismus-Gesellschaft KTG, später NLW.

Genser vor kurzem zusammen mit Franz Klammer

Meilensteine

„Ich war in meinem Beruf von Anfang an überzeugt, dass die Karnische Region durch ihre Lage und die Top-Lebensqualität sehr viel touristisches Potenzial bietet, das man optimal weiterentwickeln kann. Gesunde, schöne Landschaft, das ganzjährige Berg-See-Erleben, aber auch die Italien-Nähe haben wir durch zahlreiche Aktivitäten international bekanntgemacht. Anfänglich waren es zahlreiche Werbefahrten mit Musik und Kulinarik, an die ich mich gerne erinnere. Später dann diverse Pressekonferenzen in allen europäischen Großstädten, auch unter Einbindung des Winter-Olympiasiegers Franz Klammer als wirksames Zugpferd. Markant auch die beiden Dreiländer-Olympiabewerbungen 2002 und 2006, die uns viel Erfahrung im Umgang mit internationalen Organisationen brachten.“ Damals waren persönliche Kontakte noch extrem wertvoll; heute bietet die hoch entwickelte Digitalisierung viele neue tolle Marketing-Möglichkeiten.

Bilanz

Am 26. April feiert Dr. Kurt Genser seinen 70er. Resümee: „Nach 35 Berufsjahren in der Karnischen Region ist Hermagor längst mein Haupt-Wohnsitz. Daher verbringe ich mit meiner Partnerin Eva aus Graz unsere gemeinsamen Zeiten auch abwechselnd in Kärnten und in der Steiermark. Für uns ist die Region Gail-, Gitsch-, Lesachtal und Weissensee nach wie vor eine wertvolle Perle der Lebensqualität. Es geht uns gut, wir genießen den dritten Lebens-Abschnitt jeden Tag neu.“

Kurt Genser mit Partnerin Eva sind Nassfeld-Fans

Christopher Gruber, Geschäftsführer der NLW Tourismus Marketing GmbH gratuliert im Namen des gesamten NLW Tourismus Marketing -Teams:

Kurt Genser, eine „aushaltige“ Lichtgestalt des Kärntner Tourismus!

Geradlinigkeit, Handschlagqualität und ein stets verbindendes Wesen waren und sind die touristischen Werkzeuge eines Kollegen und Freundes, mit dem eine Zusammenarbeit einfach Spaß machte. Schon viele Jahre bevor man in Kärnten über eine Regionalisierung nachdachte, haben wir 1998 gemeinsam die Karnische Tourismusgesellschaft ins Leben gerufen. Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2018 war Kurt Genser in der Geschäftsführung tätig und hat das touristische Geschehen der Lebensräume Nassfeld-Pressegger See, Lesachtal und Weissensee maßgeblich mitgestaltet und positiv geprägt. Eine Tatsache, die sowohl von Touristikern und Gemeindevertretern der Region, wie von externen Experten immer wieder anerkennend kommentiertund vor allem auch von den MitarbeiterInnen stets geschätzt wurde. Seine bis heute anhaltenden Besuche im Büro der NLW zeugen von Kurts Verbundenheit mit „seiner“ Region. Golfen, Skifahren am Nassfeld und das Bereisen lohnenswerter Ziele im In- und Ausland seien ihm und seiner Eva noch viele Jahre vergönnt. Alles Gute und viel Gesundheit und Fitness wünscht dir

dein langjähriger Kollege und Freund

Christopher mit Team

Das gesamte Team des Gailtal Journals schließt sich den Glückwünschen an!