FPÖ Kärnten: Pflegenotstand durch finanziellen Anreiz stoppen

Kärnten - FPÖ-Antrag zur Anhebung des Pflegegelds im Nationalrat eingebracht – Finanzielle Aufwertung und bessere Möglichkeiten zur individuellen Wahl des Pflegemodells, so Angerer.

Pflege zu Hause - in Würde altern
Kärnten gilt als eines jener Bundesländer, die im Ländervergleich einen besonders hohen Anteil an älteren Menschen und Pflegegeldbeziehern aufweisen. Dementsprechend groß ist der Bedarf an adäquaten Pflegemodellen. Darauf verweist heute FPÖ-Nationalratsabgeordneter Bgm. Erwin Angerer. „Die FPÖ ist seit Jahren darum bemüht, Pflegegeldbeziehern die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Pflegemodellen einzuräumen. Neben der stationären Versorgung in Wohnheimen sollen auch mobile Pflegedienste oder häusliche Betreuungssysteme in Anspruch genommen werden können. Bis dato wurden sozial Schwächere aber zunehmend in die stationäre Pflege gedrängt, da keine Anreize zur häuslichen Versorgung geboten wurden. Der diese Woche von der FPÖ im Nationalrat eingebrachte Antrag zur Aufstockung der Auszahlungsbeträge für pflegende Angehörige um 50% soll dazu beitragen, den Pflegenotstand zu entschärfen“, betont Angerer.

Pflegeschecks

„Landesparteiobmann Gernot Darmann hat bereits seit Jahren die Einführung einer finanziellen Zuwendung für jene, die zuhause gepflegt werden, im Rahmen eines Pflegeschecks gefordert. Der aktuelle parlamentarische Antrag fußt auf diesem Vorschlag. Ich hoffe, dass die anderen Parteien unsere Einschätzung zur Pflegesituation in Österreich aber vor allem auch in Kärnten teilen und unseren Antrag unterstützen“, so Angerer. Der Kärntner Landesrechnungshof habe ebenfalls empfohlen, die Versorgung zu Hause seitens des Landes stärker zu fördern, da sich auch für Gemeinden und Land daraus ein Kostenvorteil ergebe. „Die finanzielle Attraktivierung der Pflege zuhause geht mit einer tatsächlichen Wahlfreiheit für die Betroffenen einher“, so der FPÖ-Abgeordnete.

Verantwortungsvoller Umgang mit Pflegebedürftige

Nachdem die zuständige Sozial- und Gesundheitsreferentin Beate Prettner bei der Erfüllung der Rechnungshofempfehlungen säumig sei und diese „Wegschau-Mentalität“ die Pflegesituation in Kärnten enorm verschärft habe, zeigt sich Angerer zuversichtlich, dass „wir nun auf Bundesebene die Rahmenbedingungen für einen verantwortungsvollen und individuellen Umgang mit Pflegebedürftigen schaffen können. Eine Anhebung des Pflegegelds – wie geplant ab Stufe 3 – um 50 Prozent wird eine merkliche finanzielle Entlastung für pflegende Angehörige bringen und jenen, die gerne umgeben von ihrer Familie sein möchten, die finanzielle Möglichkeit geben, sich für eine Pflege zuhause zu entscheiden.“