Johannes Ertl ist aktuell Zivildiener beim Roten Kreuz und hat in jungen Jahren eine umfassende Ausbildung im Bereich Wald und Natur abgeschlossen: Volksschule und Musikmittelschule Kötschach Mauthen, Landwirtschaftliche Fachschule Litzlhof sowie Aufbaulehrgang mit Matura an der HBLA für Forstwirtschaft in Bruck/Mur. Der 20 Jährige stammt aus einer engagierten Familie in Würmlach: Mutter Gabriele ist Volksschullehrerin, Vater Alfred Tischlermeister; seine Geschwister Daniel (25), Mathias (23) und Andreas (16) begleiten seinen sportlichen Weg seit Beginn. Mit dem Sieg beim Landjugend Bundesentscheid und der Qualifikation für die Weltmeisterschaft setzt er nun ein starkes Zeichen dafür, dass junge Menschen aus der Region international bestehen können.

Gailtal Journal: Wie gelingt dir die Verbindung von Zivildienst und Training?
Johannes Ertl: Es ist eine Herausforderung, aber ich nutze jede freie Minute zum Trainieren und Arbeiten am Material. Manchmal müssen soziale Aktivitäten zurückstehen – man kann eben nicht auf zwei Kirchtagen gleichzeitig tanzen. Trotzdem versuche ich, alles so gut wie möglich unter einen Hut zu bringen.
Was hat dich zum Forstwettkampf gebracht?
Mein Bruder Daniel war der Auslöser. Wir haben beide am Litzlhof mit dem Waldsport begonnen und dort unsere ersten Erfolge gefeiert. Fast jeder startet als Schüler, aber ohne die Unterstützung meiner Familie und meiner Trainer wäre ich nie so weit gekommen.
Wie hast du den Bundesentscheid erlebt?
Das Ziel war klar: gewinnen. Der zweite Platz war keine Option. Dass es am Ende so deutlich aufgegangen ist, habe ich erst ein paar Tage später richtig realisiert. Es war ein unglaubliches Gefühl.

Was bedeutet dir die WM Teilnahme?
Für jeden, der diesen Sport ernsthaft betreibt, ist es ein großer Traum, einmal Österreich vertreten zu dürfen. 2026 habe ich die Ehre, in Slowenien alles zu geben. Das bedeutet mir sehr viel – und die Ziele bleiben hoch.
Welche Zukunftsziele hast du?
Ich möchte neugierig bleiben, Neues ausprobieren und positiv in die Zukunft schauen. Ein konkretes Ziel gibt es noch nicht, aber ich weiß, dass der Wald immer eine wichtige Rolle in meinem Leben spielen wird.










































