Einweg-Pfandsystem etabliert sich mit großer Zustimmung
Eine aktuelle, repräsentative Umfrage von marketagent im Auftrag von Recycling Pfand Österreich zeigt, dass das Einweg-Pfandsystem gut funktioniert: fast drei Viertel der Konsument:innen befürworten das System und rund 80 Prozent fühlen sich gut informiert. Neun von zehn Bürger:innen wissen, dass pfandpflichtige Einwegverpackungen am österreichischen Pfandsymbol zu erkennen sind. Für rund 70 Prozent der Befragten ist eine saubere Umwelt der wichtigste Vorteil des Einweg-Pfandsystems, gefolgt von Kreislaufwirtschaft und, dass weniger Müll verbrannt wird. Ziel ist es, wertvolle Materialien aus Getränkeverpackungen im Kreislauf zu halten und das achtlose Wegwerfen von Flaschen und Dosen in die Natur zu reduzieren. Dabei soll im ersten Jahr eine Rücklaufquote von 80 Prozent erreicht werden, die bis 2027 auf 90 Prozent gesteigert wird. Damit erfüllt Österreich bereits vor 2029 die EU-Vorgaben mit einem Sammelziel von 90 Prozent.
Automatisierte Rückgabe dominiert mit 98 Prozent
Österreich zählt mit einer der höchsten Supermarktdichten in Europa auch zu den Ländern mit der größten Dichte an Rückgabeautomaten. Den Konsument:innen stehen knapp 6.200 Automaten zur Verfügung, die eine einfache und bequeme Rückgabe ermöglichen. Das zeigt Wirkung: 98 Prozent der Einweg-Getränkeverpackungen werden über Automaten im Handel zurückgegeben. Nur zwei Prozent der Rückgabe erfolgt derzeit über manuelle Rücknahmestellen wie zum Beispiel Kinos, Bäckereien oder Kantinen. Pfandgebinde können unabhängig von Größe, Menge, Marke und dem Ort des Kaufs bei jedem Rückgabeautomaten retourniert werden. Manuelle Rücknehmer müssen hingegen nur jene Packungsgrößen und -mengen zurücknehmen, die sie auch selbst verkaufen.
Rückgabezahlen nach Bundesländern
Seit Jänner wurden österreichweit bis Ende Juni rund 357 Millionen Pfandflaschen und -dosen im Einweg-Pfandsystem retourniert und teilt sich folgend auf die einzelnen Bundesländer auf:
- Vorarlberg: 14 Millionen
- Tirol: 25 Millionen
- Salzburg: 23 Millionen
- Kärnten: 20 Millionen
- Steiermark: 47 Millionen
- Oberösterreich: 52 Millionen
- Niederösterreich: 76 Millionen
- Wien: 86 Millionen
- Burgenland: 13 Millionen