Handelsverband warnt: ,,US-Zölle und Billigimporte bedrohen heimische Wirtschaft!”

Österreich -

US-Präsident Trump hat mit seinem neuen Zollpaket allen Handelspartnern den Kampf angesagt. Ab dem 9. April werden auf alle US-Importe aus der Europäischen Union 20 Prozent Zoll erhoben. Die EU-Kommission hat bereits Gegenmaßnahmen angekündigt. Der Handelsverband zeigt sich besorgt, denn die Maßnahmen könnten erhebliche Auswirkungen auf den österreichischen Handel und die Konsumenten haben.

Handel warnt vor Billigstwarenschwemme aus Asien. EU-Zollreform muss beschleunigt & Ressourcen der Zollbehörden ausgebaut werden. 130.000 Fake-Produkte zeigen Dringlichkeit auf.

Handelsverband fordert Abschaffung der 150-Euro-Zollfreigrenze

Der Handelsverband fordert die EU-Kommission auf, die 150-Euro-Zollfreigrenze abzuschaffen. Diese Regelung bevorteilt asiatische Onlinehändler und benachteiligt den heimischen Handel. 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete zollfrei nach Europa geliefert, von denen rund zwei Drittel falsch deklariert wurden. Dadurch entgeht dem österreichischen Staat ein Steuerbetrag von etwa 900 Millionen Euro.

Steigende Produktpiraterie gefährdet Konsumenten

Der aktuelle Produktpirateriebericht zeigt, dass 128.898 gefälschte Produkte in Österreich sichergestellt wurden. Besonders alarmierend ist, dass 80% der gesundheitsgefährdenden Fälschungen Produkte für Kinder waren. Der Handelsverband fordert daher eine Null-Toleranz-Politik und schärfere Maßnahmen gegen Produktpiraterie. Die geplante EU-Zollreform ist erst für 2028 vorgesehen. Der Handelsverband kritisiert, dass diese Verzögerung den europäischen Handel weiter schwächen wird. Besonders besorgniserregend ist die drohende Billigstwarenschwemme aus Asien, die durch die US-Zölle gegen China noch verstärkt werden könnte. Der Verband fordert daher eine sofortige Verzollung ab dem ersten Cent und eine stärkere Kontrolle von Importen.