Kärnten hilft: Trauergruppe für Angehörige von Suchtopfern

Kärnten - Mit Unterstützung der Drogenkoordination des Landes Kärnten startet die Katholische Kirche eine Trauergruppe für Angehörige von Suchtopfern.

Die Gesprächsabende werden einmal im Monat, jeweils an Donnerstagen, um 18.30 Uhr durchgeführt.

„Der Startschuss gestern Abend hat gezeigt: Es war eine richtige und beispielgebende Entscheidung, diese Trauergruppe einzurichten“, sagten Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner und Astrid Panger von der Katholische Kirche Kärnten heute, Freitag. „Vor einem Jahr haben wir erste Überlegungen angestellt, ein solches Angebot auf die Beine zu stellen; in einer Zeit also, in der noch nichts auf die hohe Zahl von Drogentoten hingedeutet hat“, erklärte Panger. Vielmehr sei die Idee aus der hohen Teilnehmerzahl der Trauergruppe für Betroffene nach Suiziden entstanden.

Gemeinsam Trauern

Die Gesprächsabende für Angehörige von Suizidopfern bestehen seit vier Jahren. Einmal pro Monat treffen sich Hinterbliebene, um mit Krisen-, Sterbe- und Trauerbegleitern das Geschehene zu verarbeiten. „Wenn sich ein nahestehender Mensch das Leben nimmt, sind Angehörige von der Intensität der Gefühle und Gedanken überwältigt: Schuldgefühle, Wut oder Scham drücken sie nieder“, weiß Panger. Ähnlich ergeht es Hinterbliebenen von Suchtopfern: „Schon während der Suchterkrankung schwanken Angehörige und Freunde zwischen Helfenwollen und Ohnmacht. Wenn der Mensch dann an seiner Sucht verstirbt, bleiben die Angehörigen mit ihrer Verzweiflung und vielen Fragen alleine zurück“, so Prettner. In der nun gestarteten Trauergruppe sieht die Gesundheitsreferentin „einen wirklichen, konkreten und ganz wichtigen Anker“.

Monatliche Gesprächsabende

Wie Panger informiert, werden die Gesprächsabende einmal im Monat, jeweils an Donnerstagen, um 18.30 Uhr durchgeführt. „Anmeldungen sind bis eine Woche vor dem jeweiligen Termin möglich. Der nächste Termin ist der 7. Feber.“ Für die Leiterin der Drogenkoordination Kärnten, Barbara Drobesch, ist dieses Angebot „nicht nur Trauerarbeit, sondern auch ein wesentlicher Beitrag zur Stabilisierung der Gesundheit von Hinterbliebenen.“ Die Teilnahme an den Gesprächsrunden für Betroffene nach Suiziden als auch bei der Trauerarbeit für Hinterbliebene nach dem Tod suchtkranker Menschen ist kostenlos.