Weltkrebstag: Mit Prävention und Früherkennung Leben retten!

Österreich/ Kärnten -

Am heutigen 4. Februar, dem Weltkrebs-Tag, rücken Prävention, frühzeitige Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen in Österreich besonders in den Fokus. Experten betonen die Bedeutung gezielter Aufklärung und Vorsorge, insbesondere für ältere Menschen, die zunehmend von Krebs betroffen sind.

Mehr ältere Krebspatienten aufgrund demografischer Entwicklung – Prävention muss gestärkt und Kommunikationsstrategien verbessert werden

Früherkennung entscheidend 

Johannes Steinhart, Präsident der Österreichischen Ärztekammer, weist darauf hin, dass eine frühzeitige Diagnose entscheidend für Heilungschancen, Überlebensgewinn und Lebensqualität ist. Es brauche mehr zielgruppengerechte Aufklärung, um die Bevölkerung umfassend über Krebsprävention zu informieren.

Ältere Menschen besonders betroffen 

Paul Sevelda, Präsident der Österreichischen Krebshilfe, betont, dass Menschen über 65 deutlich häufiger an Krebs erkranken. Besonders im Alter zwischen 75 und 84 Jahren liegt das Risiko einer Krebsdiagnose bei beiden Geschlechtern am höchsten. Der Österreichische Krebsreport 2025 zeigt, dass über 60 Prozent der Neudiagnosen bei Menschen ab 65 Jahren gestellt werden. Aufgrund des demografischen Wandels wird bis 2040 erwartet, dass mehr als 75 Prozent aller Krebsneudiagnosen auf Personen über 65 entfallen. Die absolute Zahl der Menschen ab 65 Jahren, die innerhalb der jeweils vorangegangenen fünf Jahre eine Krebsdiagnose erhalten, wird von 60.000 im Jahr 2013 auf 130.000 im Jahr 2040 ansteigen.

Prävention stärker in den Vordergrund rücken

Sevelda hebt hervor, dass Prävention künftig noch stärker in den Fokus gerückt werden müsse. Gesundheitspolitik und Gesellschaft seien gefordert, gute Rahmenbedingungen für einen gesünderen Lebensstil zu schaffen. Dazu gehörten Anreize, Unterstützung und verständliche Informationen über regelmäßige Bewegung, Nichtrauchen und gesunde Ernährung, um Krebs vorzubeugen.

Früherkennung fördern und Kommunikationswege verbessern

Die in Österreich angebotenen Vorsorgeprogramme müssten zielgruppengerechter vermittelt werden, so Sevelda. Bei Männern und Frauen über 60 sei das Wissen über Früherkennungsuntersuchungen zwar groß, aber nur ein Teil der Menschen nimmt diese Angebote tatsächlich in Anspruch. Beim Prostatakrebs, der häufigsten Krebserkrankung bei Männern, liegt der Anteil der Männer über 60, die mindestens einmal eine Vorsorgeuntersuchung wahrgenommen haben, bei nur 63 Prozent. Da ältere Menschen oft weniger mobil sind und digitale Kommunikationswege seltener nutzen, sei es notwendig, Wege zu finden, wie Informationen über Vorsorgeprogramme sie dennoch bestmöglich erreichen.