
Zusammenhalt auch in schwierigen Zeiten
Nach den vielen geäußerten Dankesworten meinte Kaiser und auf sein Team verweisend bescheiden: „Man könnte meinen, ich bin der neue Übermensch. Das bin ich nicht und will es auch nicht sein.“ Er sei vielmehr jemand, der für dieses Land und seine Menschen die Ärmel hochgekrempelt habe. Es gehe darum, Dinge, mit denen man unzufrieden sei, zu ändern. Er habe dies immer in Kollegialität, Miteinander, mit Hirn und Herz versucht. Ein schöner und bestätigender Moment sei die letzte Landtagssitzung gewesen, als sich alle Abgeordneten zum Abschied erhoben haben. Da sei das Gemeinsame spürbar gewesen. Miteinander und Zusammenhalt seien vor allem auch in schwierigen Situationen, wie nach dem Attentat in Villach, unabdingbar. „Das hilft, solchen Situationen zu begegnen“, betonte Kaiser.
Europa als Chance und Verantwortung
13 Jahre und vier Tage sei er Landeshauptmann gewesen, so Kaiser weiter. Kärnten habe sich sichtbar und spürbar in Europa integriert und etabliert – heute liege es respektiert im Herzen Europas. „Seien wir uns dieses Vorteils bewusst, nutzen wir die Chancen daraus“, rief er auf. Gerade in der aktuell sehr herausfordernden Zeit, wo es offenbar zu einer Neuverteilung der Welt komme, müsse man sich auf EIN Europa besinnen. „Europa ist die Chance, uns zu behaupten und ein Machtfaktor zu werden“, ist für Kaiser klar. Dafür brauche es eine gemeinsame Außen-, Wirtschafts- und Handelspolitik sowie eine gemeinsame Sicherheitsdoktrin. Kaiser dankte zum Abschied allen politischen Mitwirkenden – aller Parteien – sowie auch dem Kollegium der Landesregierung, seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, seiner Familie. Er habe an seine Mutter denken müssen, die bei seiner Angelobung gesagt habe: „Bua, ich bin so stolz auf das, was wir gemeinsam geschafft haben.“

Frühe Weitsicht und große Verdienste
Altlandeshauptmann Peter Ambrozy kannte Peter Kaiser bereits aus der gemeinsamen Jugendarbeit und betonte dessen frühes politisches Talent: „Du warst schon damals kein Polterer, sondern stets diskussionsfreudig und unterhaltsam.“ Kaiser sei immer ein Basisarbeiter geblieben, habe sich nie verbogen und stand zu seiner Meinung, auch wenn viele ihn unterschätzt hätten. Ambrozy nannte als wohl wichtigsten Erfolg der Regierung Kaiser die Abwendung der drohenden Finanzkatastrophe im Zuge von Hypo/Heta. Darüber hinaus hob er die Verwaltungsreform, Reformen für Schulen und Kindergärten, den Ausbau des tertiären Bildungswesens, die Kulturstrategie sowie Maßnahmen für leistbares Wohnen hervor. Kaiser habe in der Krisenbewältigung stets alle eingebunden. Ambrozy würdigte ihn außerdem als glühenden Europäer, Nachbarschaftspolitiker und unermüdlichen Kämpfer für Demokratie, Toleranz, Menschenrechte und die Kärntner Volksgruppe. „Du hast das politische Klima Kärntens positiv gestaltet. Das wird dein größtes und bleibendes Verdienst sein“, resümierte Ambrozy.










































