Sich sportlich zu betätigen und auch bei verschiedensten Radwettkämpfen zu messen, war für den zweifachen Familienvater Helmut Jost immer etwas ganz Besonderes und ist es auch nach seinem Sturz bei einem Radmarathon weiterhin. „Ich möchte keine Energie für Gedanken an Vergangenes aufwenden. Nur vielleicht so viel: Nach der Minimalzeit von vier Monaten Tobelbad-Reha habe ich mein Schicksal und zugleich neue Herausforderung angenommen. Aber ich habe sofort gewusst, dass ich weiterhin Sport betreiben will. Großer Dank gilt meiner Gattin Christina und allen, die mich dabei zu einhundert Prozent unterstützt haben und mir Mut, Kraft sowie Zuversicht gegeben haben“, sagt Jost.
Einmal Sportler, immer Sportler
Eines war für den Laboranten des Abfallwirtschaftsverbandes Karnische Region in Hermagor aber bereits während seiner Reha-Zeit klar. Para-Wettkampfsportarten, wo sich männliche und weibliche Athleten mit körperlichen oder geistigen Behinderungen um Siege und Podestplätze matchen, sollen ab sofort sein positives zukünftiges Sportinput sein. „So kristallisierte sich auch bald heraus, dass ich meine Rollstuhlsportherausforderung bei den Handbikern suchen werde und auch erfolgreich gefunden habe. Leider erzwang vor einem Jahr ein Bandscheibenvorfall meinen Handbikeausstieg und Sportartenwechsel“, berichtet der naturverbundene Familienmensch.

Vom Rolli mit Wurfpfeilen auf Dartscheibe
Es sollte etwas Rückenschonendes und doch Geist- und Körperforderndes sein. „Ich kam mit Herrn Michael Papst, dem Präsidenten des Kärntner Dartverbandes, in Kontakt und wurde zum Darts-Schnuppern eingeladen. Nach einigen Pfeilwürfen stand fest, Para-Darts wird meinen zukünftigen Sportweg bestimmen“, sagt der zielstrebige Rollipilot. Es wurde in den letzten zwölf Monaten eine richtige Sportautobahn, auf der Heli unterwegs war. Tägliche Trainingseinheiten, unzählige Dartwurfserien, im Rolli sitzend, mit 237 cm Abstand zur in 137 cm Höhe hängenden Dartscheibe. Denn Jost wollte es perfekt machen und wurde bereits mit zahlreichen nationalen und internationalen Podestplätzen sowie Top 8 in der Welt und Nummer eins in Österreich in der Klasse „Paradarts Wheelchair“ geehrt. Der Kärntner Nudel- und Pizzaliebhaber, der auch im Dartszentrum Villach-Warmbad eine Trainingsgemeinschaft mit Stehendwerfenden gefunden hat, hat auf seinem Wunschzettel ganz oben stehen. „Sehr, sehr viele Lebensminuten mit der Familie verbringen und sportlich die Paradarts-WM zu gewinnen und mehr Rollifahrer für Darts zu begeistern.”









































