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Petition: Kein Glyphosat in der Slow Food Travel Region

Gailtal -

Das „Slow Food Convivium Alpe Adria“ startete eine Petition an den Verein Gailtalbahn sowie den Gemeindeverband Karnische Region. Das Anliegen ist schnell erklärt: Kein Glyphosat in der Slow Food Travel Region! 1100 Unterschriften wurden schon geleistet.

Auch Gerhard Köfer freut sich, dass der Glyphosat-Wagen nicht mehr zum Einsatz kommt

Gefordert ist der sofortige STOPP des geplanten Glyphosat-Einsatzes entlang der Gailtalbahn. Der Verein Gailtalbahn sowie der Gemeindeverband Karnische Region sind aufgefordert, in Alternativen zu denken und damit ein touristisch nachhaltiges, neues Angebot zu schaffen, das zukunftsorientiert ist und die bestehenden Angebote in der Slow Food Travel Region stützt, statt ihnen zu schaden.

Warum ist das wichtig?

Die Gailtalbahn ist eine für den öffentlichen Verkehr stillgelegte Neben-Bahnstrecke, die ab Sommer 2020 für das neue Draisinenangebot des Verein Gailtalbahn genutzt werden soll. Zu Unkrautbekämpfung steht in Jenig eine Zugladung voll Glyphosat.

Obwohl das Pestizid Glyphosat nachweislich gefährlich für Mensch und Tier ist und ein Glyphosatverbot schon ewig lange auf dem Weg ist, beharren die Betreiber der Gailtalbahn auf den Einsatz des Umweltgiftes in der ersten Food Travel-Region des Gailtals, die für gute und saubere Nahrungsmittel steht. Diesen Einsatz gilt es auf jeden Fall zu verhindern.

Hier geht es zur Unterschrift:

https://mein.aufstehn.at/petitions/kein-glyphosat-in-der-slow-food-travel-region?

Slow Food Convivium sucht das Gespräch

Herwig Ertl ist als Vorsitzender des Slow Food Conviviums seit einem Monat mit dem Verein in Kontakt. Leider ohne lösungsorientiertes Ergebnis. „Bei unserer neuerlichen Kontaktaufnahme wurden wir lediglich an die Verantwortlichen im Gemeindeverband Karnische Region verwiesen,“ so der Edelgreißler und Verfechter der Slow Food Bewegung.

Auch mit einer punktuellen Ausbringung des Pflanzengiftes sind die Argumente der Alternativlosigkeit nicht zu begründen, schon gar nicht auf einer nur durch Draisinen genutzten Eisenbahnlinie, die weder landwirtschaftlichen noch wirtschaftlichen Ertrag bringt. Glyphosat wird bei der Ausbringung auch über den Luftweg – und auch abseits von Feldern – transportiert, sodass angrenzende Wiesen und Ackerflächen sowie Hausgärten belastet werden können. In einer Slow Food-Region, in der saubere und gute Nahrungsmittel die Lebensgrundlage der Bauern und Bevölkerung sind, führt der Einsatz dieses Pflanzengiftes zu einer unverantwortlichen Belastung einer ganzen Region.

„Man kann die Gailtal-Draisine nicht gleichzeitig als touristisches Produkt verkaufen, wenn andererseits eine intakte und saubere Naturlandschaft die Voraussetzung für einen nachhaltigen Tourismus in dieser Region sein soll,“ so das Begehren.

Schonende Alternativen finden

Die Betreiber der Gailtalbahn werden daher aufgefordert, endlich Alternativen zur Bekämpfung unerwünschter Pflanzen auf der Gailtalbahn einzusetzen und auf die Fahrt mit dem Giftzug zu verzichten. Unsere Türen stehen immer offen. Wir helfen auch jederzeit beim Denken in Alternativen. Wir sind Unterstützer – keine Bekämpfer. Die Unkrautbekämpfung mit thermischen Alternativen wie Wasserdampf ist eine moderne und ökologische Methode, die schon mehrfach mit Erfolg angewendet wird.