„Unternehmerin macht Schule“ zu Besuch in der HLW Hermagor

„Unternehmerin macht Schule“ – Frau in der Wirtschaft Kärnten setzt Projekt für SchülerInnen um

Hermagor - Wie Unternehmertum von heute aussieht, das zeigt ein neues Projekt von „Frau in der Wirtschaft Kärnten“ den Schülern von bildenden sowie berufsbildenden höheren Schulen. Jugendliche können dabei mit Unternehmerinnen über ihre Vorstellungen, Werte und Wünsche an künftige Arbeitgeber sprechen – und sich Tipps für die eigene berufliche Zukunft holen. Die Wirtschaftskammer Kärnten vernetzt damit die Fachkräfte von morgen mit den Unternehmerinnen aus dem Bezirk.

Anna Millonig, Mag. Alois Maier, Carmen Semmelrock Professorin MMag. Helga Astei Huber, Professorin Mag. Gabriele Waysocher, Landesgeschäftsführerin von FiW Mag. Tanja Telesklav, Vizepräsidentin der WKK und LV von FiW Carmen Goby, Direktorin der HLW Hermagor Mag. Elke Millonig, WernEr Plasounig sowie Johanna Stabentheiner und das Gewinnerteam, die Schülerinnen Chanelle, Alina, Tanja, Annabell und Laura, die sich über einen Gutschein von der Konditorei Semmelrock freuten
Die Lage eines Arbeitgebers zählt. Zumindest für die Schüler der HLW Hermagor. Gemeinsam mit vier Hermagorer Unternehmerinnen, der Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Kärnten Carmen Goby und dem Lehrling Johanna Stabentheiner (ehemalige Schülerin der HLW) sprachen sie in zwei Schulstunden über das Unternehmertum von heute, die Arbeitswelt der Selbstständigen und Jobchancen in der Zukunft. Um als Betrieb für die junge Generation attraktiv zu sein, zählen auch Arbeitsklima, der Umgang miteinander und Familienfreundlichkeit. Umgekehrt erwarten Unternehmerinnen von ihren jungen Mitarbeitern neben den fachlichen Voraussetzungen Loyalität und Pünktlichkeit. Den Austausch auf Augenhöhe ermöglichte das neue Projekt „Unternehmerin macht Schule“ von Frau in der Wirtschaft Kärnten.
UN macht Schule – Gruppenfoto

KMU als attraktive Arbeitgeber

„Wir wollen mit dem Projekt ein zeitgemäßes Bild vom Unternehmertum vermitteln und den Jugendlichen verschiedene Berufswege aufzeigen. Gleichzeitig haben wir im Austausch mit den Jugendlichen die Möglichkeit zu erfahren, wie sie Wirtschaft sehen und wie Betriebe für die junge Generation noch attraktiver werden können“, erklärt Carmen Goby, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Kärnten und Landesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft. „Das Herz der Kärntner Wirtschaft schlägt in kleinen Strukturen“, sagt Goby. Und das war den Schülern noch nicht bewusst.

Wirtschaft erlebbar gemacht

Die Jugendlichen überraschte es, wie viele Betriebe in Kärnten von Frauen geführt werden, davon sind 423 im Bezirk Hermagor und dass auch in jungen Jahren ein Schritt in die Selbstständigkeit möglich sei. Des Weiteren waren die Schüler über die Tipps der Unternehmerinnen begeistert, da es für sie wichtig ist, die Theorie mit der Praxis zu verbinden.
  • Ruth Rauscher, die „rasende“ Reporterin des Gailtal Jorunals, legte den Schülern ans Herz, dass wenn man etwas will, alles schaffen kann. Durch ihre Jahre lange Erfahrung bestätigt sich ihr Motto und dadurch werden auch Höhen und Tiefen überwindbar.
  • Carmen Semmelrock von der Confiserie Semmelrock übernahm 2004 die Konditorei. Somit liegt der Betrieb derzeit in der Hand der dritten Generation, aber ihre Tochter ist bereits aktiv eingestiegen. Sie übermittelt den Schülern, dass sie zwar die Tradition der Konditorei leben, aber immer offen für Neues sind und dass man natürlich jeden Tag über den Tellerrand schauen muss. Außerdem seien die sozialen Medien enorm wichtig. Sie ist auch der Meinung, dass die Jungen sehr viele tolle Ideen haben, die man wunderbar integrieren und umsetzen könne.
  • Anna Millonig, Schneiderin und Gastwirtin, ist davon überzeugt, dass es am Ende im Leben darum geht, dass man schöne Momente hat. Ihr Tipp für die Jungen ist, dass wenn man dranbleibt, genug Durchhaltevermögen und einen langen Atem hat, die Wünsche sich auch erfüllen beziehungsweise sich leichter umsetzen lassen.
  • Claudia Ressi vom Gasthaus und Hauben Restaurant Bärenwirt, rät den Schülern, dass man das Leben so annehmen soll, wie es ist und jede Chance nutzen soll. Vor allem, wenn man noch so jung ist. Ihr Tipp ist es, dass die Einteilung eine große Rolle spielt und dass man zu dem stehen soll, wer man ist.
Toll unterstützt wird das Projekt vom Bezirksobmann KR Hannes Kandolf und dem Bezirksstellenleiter Mag. WernEr Plasounig der Wirtschaftskammer in Hermagor.
WernEr Plasounig, Carmen Goby, Elke Millonig und Hannes Kandolf
Bei einem anschließenden Quiz konnten die Schüler ihr Wissen über die Kärntner Wirtschaft unter Beweis stellen.

Weitere Fotos:

 Kostenloses Angebot für Schulen und Schüler

Sollen heimische Unternehmerinnen auch an Ihre Schule kommen? Dann melden Sie sich bei Frau in der Wirtschaft Kärnten unter unternehmerin@wkk.or.at.