Weniger Treibstoff getankt
Laut dem Fachverband der Mineralölindustrie wurden 2025 insgesamt 8,6 Milliarden Liter Treibstoff getankt – rund 300 Millionen Liter weniger als im Vorjahr. Während der Dieselverbrauch um etwa fünf Prozent sank, stieg der Benzinverbrauch leicht um 0,8 Prozent. In Summe führte dies zu einem Rückgang der CO₂-Emissionen um rund 0,4 Millionen Tonnen auf insgesamt 18,9 Millionen Tonnen. Die Bilanz umfasst auch den innerösterreichischen Flugverkehr, nicht jedoch internationale Flüge, da diese nicht in die nationale CO₂-Bilanz einfließen, berichtet das Nachrichtenportal 5 Minuten in einem Online-Bericht.
Mehr Elektrofahrzeuge und Schienenverkehr
Ein wesentlicher Grund für die niedrigeren Emissionen ist die steigende Zahl an Elektrofahrzeugen. 2025 gab es in Österreich fast 254.000 Elektro-Pkw, ein Plus von rund 54.000 im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig sank die Zahl der Diesel-Pkw um 95.000. Auch der öffentliche Verkehr auf der Schiene trug zum Rückgang bei: Die gefahrenen Personenkilometer übertrafen 2025 erneut den Rekordwert von 15 Milliarden aus 2024.
Rückgang zu langsam – Klimaschutz weiter notwendig
Trotz des positiven Trends betont der Verkehrsclub Österreich (VCÖ), dass die Reduzierung der Verkehrsemissionen zu langsam erfolgt. Mit 18,9 Millionen Tonnen CO₂ liegen die Emissionen nach wie vor ein Drittel über dem Niveau von 1990, während andere Sektoren seitdem ihre Emissionen deutlich senken konnten. VCÖ-Experten wie Michael Schwendinger fordern daher verstärkte Maßnahmen im Verkehrsbereich. Als besonders wirksame kurzfristige Klimaschutzmaßnahme werden unter anderem niedrigere Tempolimits genannt. Weitere Empfehlungen umfassen mehr Angebote für umweltfreundliche Mobilität, zusätzliche Anreize für nachhaltige Verkehrsmittel und stärkere Anerkennung von klimafreundlichem Verhalten.









































