Hermagor -
Präsident Jürgen Mandl und Bezirksobmann Hannes Kandolf blickten auf das alte Jahr zurück und gaben den zahlreichen Besuchern einen Ausblick auf die kommenden 12 Monate.
Der gestrige Wirtschaftsempfang in Hermagor stand unter dem Zeichen "Starkes Gailtal"
Die Wintersaison hat gut begonnen, boomende Tourismuszahlen nach zwei schlimmen Unwetterkatastrophen. Am 15. Jänner luden Präsident Jürgen Mandl und Bezirksobmann Hannes Kandolf zum schon traditionellen Wirtschaftsempfang in die Bezirksstelle Hermagor ein. „Nach schweren wirtschaftlichen Jahren ist man mit der aktuellen Entwicklung sehr zufrieden. Trotzdem stehen die Unternehmer hier vor den gleichen Herausforderungen, wie in ganz Kärnten. Der Fachkräftemangel und der schleppende Glasfaserausbau ist auch im Bezirk Hermagor als Wirtschaftsbremse zu spüren. Gerade im Bereich der Lehrlinge haben wir einige Aufgaben vor uns. Wir müssen es schaffen, junge Menschen noch mehr für die Karriere in Gewerbe, Handwerk und Handel zu begeistern. Denn nur so können wir den Wirtschaftsstandort hier sichern,“ identifizierte Präsident Jürgen Mandl eines der wichtigsten Probleme im Bezirk.
Vertreter der Wirtschaftskammer und Frau in der Wirtschaft trafen sich gestern zum gemeinsamen Interessensaustausch
Großer Zusammenhalt
Auch Bezirksstellenobmann Hannes Kandolf blickt auf das vergangene Jahr zurück: „Die zweite Unwetterkatastrophe im November hat unsere Region wieder schwer getroffen. Auch wenn diese Katastrophe große Schäden verursacht hat, hat sie auch positive Seiten. Die Menschen hier stehen mehr denn je zusammen und jammern nicht.
Hannes Kandolf bedankte sich für den regionalen Zusammenhalt, appellierte aber auch an die Wirtschaft, der Innenstadt durch die “Besiedelung der grünen Flächen” nicht zu schaden
Tourismus vs. Infrastruktur
Der heurige Wirtschaftsempfang stand unter dem Motto „Tourismus rennt – Infrastruktur hinkt“. Was nützen 5 Sterne Häuser und Haubenküchen, was nützen die besten Schilifte, und Gästezimmer; was nützen die fleißigsten Unternehmer und Mitarbeiter, wenn die Infrastruktur nachhinkt, wenn Up- und Downloads für Nutzer zum unüberwindbaren Engpass werden. Die nicht nur von Unwettern demolierten Straßen und das Glasfasernetz müssen dringend auf die Prioritätenliste des Landes ganz oben hinauf – ist die klare Forderung des Tales.
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