Update zum Corona-Virus: Friaul sagt bis 1. März Veranstaltungen ab!

Klagenfurt (LPD) -
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Friaul sagt vorerst bis 1. März alle Veranstaltungen ab – Kärnten steht in engem Informationsaustausch mit Italien und dem Bundesministerium.


Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus in Norditalien versichert Gesundheitsminister Rudolf Anschober, Österreich stehe in engem Kontakt mit anderen Staaten. Tritt bei einem Coronavirus-Verdachtsfall ein Hinweis auf eine Verbindung nach Österreich auf, werden die heimischen Behörden sofort informiert. In Kärnten wurden bislang 15 Verdachtsfälle getestet – bislang gibt es keine Erkrankungen. Bei den beiden Kärntnern, die seit ihrer Heimkehr aus Wuhan unter Quarantäne stehen, wurde heute, Montag, ein letzter Abstrich gemacht. Beide haben bislang keine Symptome gezeigt.

Veranstaltungen abgesagt

In engem Kontakt steht man in Kärnten mit dem Zivilschutzverband in Friaul-Julisch-Venetien. Laut dessen Direktor Amedeo Aristei sind in der Region bis 1. März alle Veranstaltungen abgesagt, um große Menschenansammlungen zu vermeiden. Kärntner die sich derzeit in Friaul aufhalten und aufgrund von Symptomen den Verdacht haben erkrankt zu sein, können auch die internationale Telefonnummer 112 wählen – hier gibt es Informationen und Hilfe in 17 Sprachen.

Experten-Koordinations-Gespräch

Landeshauptmann Peter Kaiser und Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner luden am Sonntag, 23. Feber 2020, kurzfristig Fachleute des Landes zu einem informellen Experten-Koordinationsgespräch zum Thema Corona-Virus. Nachdem bekannt wurde, dass in Norditalien zwei Todesopfer und rund 70 Infizierte zu beklagen sind, trafen sich Experten des Landes, um eine weitere Vorgehensweise festzulegen. Bekanntermaßen kam es in der Region Lombardei und rund um die Stadt Padua zu jeweils einem Corona-Todesfall.

Ruhe bewahren!

„Es ist jetzt wichtig Ruhe zu bewahren, in Österreich gibt es derzeit keinen Corona-Fall. Wir stimmen uns eng mit dem zuständigen Ministerium und Sozialminister Rudolf Anschober ab, der bei der Expertenrunde via Telefonschaltung zugeschalten war“, erklärte Kaiser bei der anschließenden Pressekonferenz. Wie auch Gesundheitsreferentin Prettner bestätigte, sei es jetzt wichtig, den Wissenstransfer mit den betroffenen italienischen Regionen zu intensivieren: „Österreich und damit Kärnten ist in das europäische Informationssystem integriert – der Informationsaustausch läuft parallel auch auf dieser Schiene.“

Unnötige Reisen vermeiden!


Der Landeshauptmann und die Gesundheitsreferentin raten, nicht unbedingt notwendige Reisen in die in Italien betroffenen Gebiete zu vermeiden. Für Kärnten sei es jedenfalls wichtig, alle weiteren Maßnahmen eng mit dem zuständigen Bundesministerium abzustimmen, welches wiederum innerhalb der EU eng vernetzt ist. „Kärnten agiert akkordiert mit einer sorgfältig abgestimmten nationalen und europäischen Strategie“, betonten Kaiser und Prettner. Für morgen kündigte Kaiser, der momentan Präsident der EUREGIO mit Kärnten, Friaul und dem Veneto ist, eine Telefonkonferenz mit dem Zivilschutzverband in Friaul an, wo das enge Netzwerk mit den benachbarten Regionen positiv zum Tragen komme. „Ich kontaktiere auch meine beiden Kollegen die Regionspräsidenten Massimiliano Fedriga (Friaul Julisch-Venetien) und Luca Zaia (Veneto), um uns abzustimmen“, so Kaiser.

Hausarzt kontaktieren


„Als Verdachtsfälle werden momentan nur Chinareisende deklariert. Wer aus Italien kommt, dem wird zur so genannten Selbstbeobachtung. Bei grippeähnlichen Symptomen ist unbedingt der Hausarzt zu kontaktieren, der genau weiß, wie weiter vorzugehen ist“, appellierte Prettner an die Kärntnerinnen und Kärntner. Im Gespräch mit Minister Anschober sicherte dieser zu, dass kompetente Auskünfte zum Corona-Virus unter der Gesundheitshotline 1450 sichergestellt seien.

Fragen?

Für Fragen von Bürgerinnen und Bürgern steht die AGES-Infoline Corona-Virus unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 555 621 werktags zur Verfügung. Informationen gibt es auch unter www.ages.at/themen/krankheitserreger/coronavirus. Der Landespressedienst wird über mögliche Neuerungen in Sachen Corona-Virus regelmäßig berichten.