Fichtenblüte so stark wie seit Jahrzehnten nicht verzeichnet

Kärnten -
Gelbe Wolken aus Blütenstaub prägen heuer vielerorts das Bild: Autos, Dächer und Gartenmöbel sind derzeit von einer feinen gelben Schicht bedeckt. Besonders die Fichtenblüte fällt in diesem Jahr außergewöhnlich stark aus – laut Experten sogar so intensiv wie nicht mehr seit 1980. Für Allergiker gibt es jedoch Entwarnung: Die Pollen der Fichte gelten nicht als Auslöser von Allergien.

Eine feine gelbe Schicht aus Blütenstaub bedeckt derzeit vielerorts Autos, Dächer und Gartenflächen

Stärkste Fichtenblüte seit Jahrzehnten

Autos wirken wie mit gelbem Pulver überzogen, Gartenmöbel verschwinden unter einer feinen Staubschicht: Heuer erleben wir laut Susanne Aigner vom Pollenwarndienst Kärnten ein sogenanntes Mastjahr der Fichte. Solche besonders intensiven Blütejahre traten früher nur etwa alle sieben Jahre auf, heute kommen sie deutlich häufiger vor, erklärt die Expertin gegenüber dem ORF. Ob bereits im kommenden Jahr erneut ein Mastjahr bevorsteht, lasse sich derzeit noch nicht vorhersagen. Klar sei jedoch: Die Belastung durch Pollen nimmt insgesamt zu.

Klimawandel verstärkt Blüte

Ein Grund für die zunehmende Intensität der Blütejahre ist laut der Expertin auch der Klimawandel. Pflanzen benötigen CO₂ aus der Luft für die Photosynthese sowie für die Bildung von Blattmasse und Zucker. Steigt der CO₂-Gehalt in der Atmosphäre, können Pflanzen diese Prozesse leichter durchführen, was sich auch auf die Blütenbildung auswirken kann.

Gräserpollen erreichen bald ihren Höhepunkt

Während die Fichtenpollen zwar als lästig empfunden werden können, gibt es für Allergiker Entwarnung: Diese Pollen lösen in der Regel keine allergischen Reaktionen aus. Anders sieht es bei den Gräserpollen aus, deren Blüte derzeit gerade beginnt. In den kommenden zwei Wochen erwarten Expertinnen und Experten den Höhepunkt der Gräserpollensaison. Susanne Aigner empfiehlt Allergikern daher, Spaziergänge möglichst in den frühen Morgenstunden zu planen, da ab etwa 10:00 Uhr bereits mit einer deutlich höheren Pollenbelastung zu rechnen ist.