E-Autos boomen: So viele neue Elektroautos wie noch nie zugelassen

Kärnten -

Die Elektromobilität gewinnt auch in Kärnten weiter an Bedeutung. Im ersten Halbjahr 2026 wurden im Bundesland so viele neue Elektro-Pkw zugelassen wie noch nie zuvor. Mit einem Anteil von 24,7 Prozent an den Pkw-Neuzulassungen liegt der Bezirk Hermagor kärntenweit auf dem fünften Rang.

E-Autos boomen: So viele neue Elektroautos wie noch nie zugelassen

Zahl der neuen Elektroautos erreicht Rekordwert

Laut einer aktuellen Analyse des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) auf Basis von Daten der Statistik Austria wurden in Kärnten von Jänner bis Juni 2026 insgesamt 1.951 neue Elektro-Pkw zugelassen. Das sind um 463 Fahrzeuge mehr als im ersten Halbjahr 2025 und entspricht einem Anstieg von 31 Prozent. Der Anteil der Elektroautos an allen Pkw-Neuzulassungen stieg damit auf 21,7 Prozent – ebenfalls ein neuer Höchstwert. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2019 lag der Anteil der E-Pkw in Kärnten noch bei lediglich 2,3 Prozent.

Bezirk Klagenfurt-Land an der Spitze

Innerhalb Kärntens weist der Bezirk Klagenfurt-Land mit einem Anteil von 28,9 Prozent den höchsten Anteil an neuen Elektro-Pkw auf, knapp gefolgt von Völkermarkt mit 28,8 Prozent. Dahinter folgen St. Veit an der Glan (26,4 Prozent) und Villach-Land (25,4 Prozent). Der Bezirk Hermagor erreicht mit 24,7 Prozent den fünften Platz. Insgesamt wurden dort im ersten Halbjahr 2026 43 neue Elektro-Pkw zugelassen. Am niedrigsten war der Anteil der neuen Elektroautos in Villach mit 16,2 Prozent, gefolgt von Klagenfurt mit 20,3 Prozent.

VCÖ fordert Änderungen bei Firmenwagenbesteuerung

Der VCÖ sieht vor allem bei Firmenfahrzeugen einen wichtigen Hebel für eine weitere Verbreitung der Elektromobilität. Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Kärnten 57 Prozent aller Neuwagen auf Unternehmen oder andere juristische Personen zugelassen. Bei Diesel-Pkw lag dieser Anteil sogar bei 73 Prozent, bei Elektroautos bei 61 Prozent. Der VCÖ fordert daher, die steuerlichen Vorteile für privat genutzte Firmenwagen mit Verbrennungsmotor zu beenden. Der Sachbezug für solche Fahrzeuge solle erhöht und die steuerliche Absetzbarkeit von Benzin- und Diesel-Firmenfahrzeugen schrittweise reduziert werden.