Gegen das Verschwinden der artenreichen Almwiesen
Die für die Karnischen Alpen typischen Blumenwiesen sind das Ergebnis jahrhundertelanger Bewirtschaftung und regelmäßiger Pflege. Wird diese aufwändige Arbeit nicht fortgeführt, verbuschen viele Flächen zunehmend. Dadurch gehen nicht nur wertvolle Lebensräume für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten verloren, sondern auch ein prägendes Landschaftsbild der Region. Mit Motorsense, Baumschere und viel Einsatzkraft wirken die Freiwilligen dieser Entwicklung entgegen. An mehreren Standorten werden Flächen wieder freigelegt und gepflegt, um die artenreichen Wiesen langfristig zu erhalten.

Ehrenamtliche Hilfe für alpine Wege
Die Umweltbaustellen des Alpenvereins haben in der Region bereits eine lange Tradition. Unter der Leitung von Sektionsobmann Sepp Lederer werden diese Projekte in den Karnischen Alpen seit 26 Jahren durchgeführt. Die Sektion Obergailtal-Lesachtal betreut rund 380 Kilometer alpine Wege, darunter auch Abschnitte des Karnischen Höhenwegs. Die Arbeit der jungen Freiwilligen ist dabei eine wertvolle Unterstützung für die 16 Wegewarte der Sektion. Mit Hacken, Baumscheren und Motorsensen werden überwucherte Wegabschnitte freigeschnitten, kleinere Schäden behoben und die Wege wieder sicherer und besser begehbar gemacht. Die Ergebnisse des Einsatzes sind unmittelbar sichtbar: gepflegte Wege und erhaltene Kulturlandschaften bleiben für Einheimische und Gäste zugänglich.

Natur erleben, Gemeinschaft stärken
Neben der praktischen Arbeit steht bei der Umweltbaustelle auch das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt. Viele der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer interessieren sich bereits für Natur- und Landschaftsschutz. Durch den direkten Kontakt mit der Natur gewinnen sie neue Einblicke und werden motiviert, sich auch künftig für Umweltprojekte einzusetzen. Besonders der Austausch mit Gleichgesinnten wird von den Jugendlichen und jungen Erwachsenen geschätzt. „Es macht mir Spaß, zu lernen, wie man Geräte wie die Motorsense bedient. Ich überlege, mich diesen Sommer für noch eine Umweltbaustelle anzumelden“, erzählt Sophie, eine Teilnehmerin. Auch die Gemeinschaft kommt nicht zu kurz: Nach getaner Arbeit sorgen Freizeitaktivitäten wie ein Besuch im benachbarten Waldbad oder gemeinsame Abende am Lagerfeuer für Ausgleich und Zusammenhalt.
Sepp Lederer fasst die besondere Atmosphäre des Projekts zusammen: „Es ist ein Fest. Fest arbeiten, fest feiern und fest Freunde finden.“










































