Tragische Serie überschattet den Start der Badesaison: Bereits vier Badetote in Kärnten

Kärnten -

Mit den ersten hochsommerlichen Temperaturen zieht es derzeit viele Badegäste an Kärntens Seen. Doch die noch junge Badesaison wird heuer bereits von mehreren tragischen Vorfällen überschattet: Bereits vier Menschen kamen in Kärnten beim Baden ums Leben.


Der jüngste Fall wurde am  Donnerstagabend am Faaker See in Drobollach bekannt. Dort lief ein großangelegter Sucheinsatz nach einem vermissten Mann. Gegen 18 Uhr wurden Polizei, Feuerwehr und Wasserrettung alarmiert, nachdem persönliche Gegenstände am Ufer entdeckt worden waren. Zahlreiche Einsatzkräfte rückten an, darunter zwölf Einsatztaucher der Wasserrettung sowie Taucher der Berufsfeuerwehr Klagenfurt und weiterer Feuerwehren.

Großeinsatz am Faaker See

Die Suchaktion konzentrierte sich vor allem auf den Bereich „Panorama Beach“. Mehrere Boote waren im Einsatz, auch ein Polizeihubschrauber unterstützte die Suche aus der Luft. Der betroffene Uferbereich wurde abgesperrt und Badegäste mussten die Liegewiesen verlassen. Nach rund 40 Minuten Flächensuche fanden Taucher den vermissten Mann schließlich am Grund des Sees. Für ihn kam jedoch jede Hilfe zu spät. Laut Wasserrettung galt der Mann bereits seit mehreren Tagen als vermisst. Die Ermittlungen zu den genauen Umständen laufen derzeit noch.

Wasserrettung appelliert an Vorsicht

Die tragische Serie von Badeunfällen sorgt bei Einsatzkräften für große Betroffenheit. Experten warnen davor, die Gefahren des Wassers zu unterschätzen. Besonders der Sprung ins kalte Wasser könne den Kreislauf stark belasten. Auch Selbstüberschätzung, gesundheitliche Probleme oder Erschöpfung könnten rasch zu lebensgefährlichen Situationen führen. Es wird deshalb empfohlen längere Schwimmstrecken nicht alleine zurückzulegen, Warnsignale des Körpers ernst zu nehmen und niemals alkoholisiert schwimmen zu gehen. Besondere Aufmerksamkeit gelte außerdem Kindern und älteren Menschen. Mit den angekündigten heißen Tagen rechnen Einsatzkräfte weiterhin mit großem Andrang an Kärntens Badeseen. Umso wichtiger sei ein verantwortungsvoller Umgang beim Baden und Schwimmen.