Die Anbahnung über Facebook-Gruppen
Diese Empfehlungen stammen oft alle von demselben Account. Die Hinweise führen zu einem Profil einer Frau, die angeblich „Tierkommunikation“ beherrscht. Die Kontaktaufnahme ist ausschließlich über Messenger-Dienste wie WhatsApp oder Telegram möglich. Sobald Haustierbesitzer:innen Kontakt aufnehmen, beginnt die eigentliche Betrugsmasche.

von einer Kontaktaufnahme überzeugen (c) Screenshot Watchlist Internet
Tiersuche als Falle für Betrug
Die angeblichen Tierflüsterer fordern schnell Geld von verzweifelten Haustierhalter:innen. Zunächst wird erklärt, dass geprüft werden müsse, ob das Tier noch lebt, wofür Gutscheine oder Gegenstände im Wert von 100 Euro verlangt werden. Anschließend melden die Betrüger, dass das Tier zwar lebt, aber verletzt oder geschwächt sei, und um seinen Standort zu erfahren, müsse ein Transcash-Gutschein gekauft oder der Betrag überwiesen werden. Im Kern handelt es sich um Gutscheinkartenbetrug, getarnt als Tiersuche, bei dem die Täter Heilung und Schutz des Tieres versprechen. Erst nach Zahlung wird eine Adresse genannt – angeblich der Aufenthaltsort. Tatsächlich führt diese jedoch zu keiner Katze, und die Täter:innen geben Ausreden, um weitere Zahlungen zu erzwingen. Fotos oder „Erfolgsmeldungen“ stammen meist aus dem Internet oder von zuvor übermittelten Bildern der Opfer. Am Ende bleibt das Tier verschollen, und die Opfer verlieren oft mehrere hundert Euro.

Woran sich die Masche erkennen lässt
Die versprochene telepathische Kommunikation zwischen Mensch und Tier existiert nicht. Weitere Hinweise auf die Fake-Profile sind auffällige KI-Bilder, die oft deformiert oder unnatürlich wirken, fehlende Freunde, ungewöhnlich viele Likes von verdächtigen Profilen und offensichtlich gekaufte Follower. Diese Merkmale sind zwar nicht illegal, deuten aber klar darauf hin, dass es sich um ein betrügerisches Profil handelt
Man ist in die Falle getappt?
Die Möglichkeiten, Geld zurückzuerhalten, sind leider begrenzt. Wer bereits Überweisungen oder Transcash-Codes geschickt hat, sollte schnell handeln:
- Kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank und schildern Sie den Fall.
- Bei Transcash-Codes den Kundenservice kontaktieren und versuchen, die Codes sperren zu lassen.
- Das betrügerische Profil bei Facebook melden.
- Anzeige bei der Polizei erstatten.









































