Hermagor: Trotz hoher Inzidenz vorerst keine weiteren Verschärfungen

Hermagor -

Die 7-Tages-Inzidenz im Bezirk Hermagor ist nach wie vor sehr hoch. Weitere Verschärfungen der Corona-Maßnahmen, wie etwa ein Tragen von FFP2-Masken im Freien, seien jedoch vorerst noch nicht angedacht, verrät Bezirkshauptmann Heinz Pansi auf eine Anfrage der APA.

Trotz hoher Inzidenz vorerst keine weiteren Verschärfungen

Der Bezirk Hermagor nimmt weiterhin einen traurigen Spitzenwert im Corona-Österreichvergleich ein. Mit einem Wert von 493 liegt der Bezirk bei der 7-Tages-Inzidenz deutlich über den Durchschnitt. Wir haben berichtet.

„Zahlen viel zu hoch“

Wie nun mehrere Medien berichten, relativiert sich die Zahl natürlich etwas, da im Bezirk nur 18.435 Personen leben. In den vergangenen sieben Tagen gab es damit im Bezirk insgesamt 91 Covid-Neuinfektionen. Trotzdem sei die Zahl viel zu hoch, meint Bezirkshauptmann Heinz Pansi auf Anfrage der Austria Presse Agentur, APA.

Dabei erklärt er, dass die hohe 7-Tages-Inzidenz hauptsächlich auf die hochansteckende britische Virusmutation zurückzuführen sei. Erst am vergangenen Samstag wurden 70 neue B.1.1.7-Infektionen in Kärnten bestätigt. Etwa ein Drittel davon (23) wurden im Bezirk Hermagor gemeldet.

Strenge Kontrollen aber keine Verschärfungen

Laut Pansi werden aus diesem Grund die bereits intensivierten Kontrollen in Hermagor fortgesetzt. Auch Beherbergungsbetriebe seien nun verstärkt im Visier der Behörden. Weitere Maßnahmen, wie etwa eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum, seien vorerst aber nicht angedacht.

Auf Anfrage der APA erklärt er: „In erster Linie stecken sich die Leute im privaten Umfeld an.“ In der Bezirkshauptmannschaft wolle man vor einer Entscheidung über schärfere Maßnahmen daher noch die aktuellen Inzidenz-Zahlen und den weiteren Trend abwarten.

Verstärkte Kontaktnachverfolgung

Weiterhin aufrecht bleibt im Bezirk Hermagor hingegen die verstärkte Kontaktnachverfolgung: So werden dort aktuell nicht nur die Kontaktpersonen der Kategorie 1, sondern auch jene der Kategorie 2 – also Kontaktpersonen mit Niedrig-Risiko-Exposition – verpflichtend getestet. Die Maßnahme wurde bereits vergangene Woche angeordnet und umgesetzt.