Lage im Überblick: Wo der Borkenkäfer auf dem Vormarsch ist

Kärnten -

Der Borkenkäfer hält die Forstwirtschaft weiter auf Trab. Während sich die Lage in Spittal an der Drau, Hermagor und Osttirol laut Einschätzung der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) weitgehend beruhigt hat, könnten sich Klagenfurt und Unterkärnten zu neuen Schwerpunkten des Befalls entwickeln.

Borkenkäfer-Lage in Kärnten auf einen Blick

Steigende Käferzahlen in Klagenfurt und St. Veit

Forstwissenschaftler Till Hallers von der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) berichtet gegenüber dem ORF von steigenden Borkenkäferzahlen in den Forstbezirken Klagenfurt und St. Veit im vergangenen Jahr. Die Entwicklung könnte darauf hindeuten, dass sich der Schädling dort künftig weiter ausbreitet. Als mögliche Gründe nennt Hallers unter anderem Sturmschäden in Ostkärnten sowie die trockene Witterung des Vorjahres. Sollte es auch heuer erneut längere Trockenperioden geben, könnte sich die Situation verschärfen. Deshalb sei es wichtig, dass Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer ihre Wälder in den kommenden Monaten genau beobachten und einen Befall möglichst früh erkennen.

Wie sieht es aktuell mit den Borkenkäfern aus?

Nach Angaben des Borkenkäfer-Dashboards der BOKU und des Bundesforschungszentrums für Wald könnte sich im Raum Klagenfurt innerhalb der nächsten 28 Tage bereits eine dritte Generation der Schädlinge entwickeln. Konkrete Hinweise darauf sieht Christian Mattitz von der Landesabteilung für Forstwirtschaft derzeit jedoch nicht. Seinen Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zufolge würde sich eine dritte Generation – wenn überhaupt – meist erst im September entwickeln. Einig sind sich die Experten, dass derzeit keine dramatische Borkenkäfer-Plage wie in Teilen Westkärntens zu erwarten ist. Wichtig bleibe dennoch, befallene Bäume rasch zu entfernen, um eine weitere Ausbreitung des Schädlings zu verhindern.