Lebenslange Haft nach Terroranschlag von Villach

Klagenfurt -

Mehr als ein Jahr nach dem Terroranschlag in der Villacher Innenstadt ist am Mittwoch am Landesgericht Klagenfurt das Urteil gefallen: Der mittlerweile 24-jährige Syrer wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Entscheidung der Geschworenen fiel einstimmig mit 8:0 aus. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Die Bluttat vom 15. Februar 2025 hatte weit über Kärnten hinaus für Entsetzen gesorgt. Innerhalb weniger Sekunden stach der Täter im Bereich der Villacher Innenstadt wahllos auf Passanten ein. Ein 14-jähriger Jugendlicher kam dabei ums Leben, mehrere weitere Menschen wurden teils schwer verletzt. Laut Anklage standen Mord, mehrfacher Mordversuch sowie terroristische Straftaten mit islamistischem Hintergrund im Raum. Die Staatsanwaltschaft sprach von einem gezielten Anschlag zur Einschüchterung der Bevölkerung.

Prozess unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen

Der Prozess in Klagenfurt fand unter strengen Sicherheitsmaßnahmen statt. Der Angeklagte saß während der Verhandlung hinter einer Glaswand, im Gericht galten umfassende Technikverbote. Auch Spezialeinheiten waren rund um das Landesgericht im Einsatz. Für zusätzliche Betroffenheit sorgten Aussagen des Angeklagten im Gerichtssaal. Medienberichten zufolge zeigte er keine Reue und erklärte, er würde die Tat erneut begehen. Sachverständige stuften ihn als zurechnungsfähig ein.

Urteil bereits am ersten Verhandlungstag

Ursprünglich waren zwei Verhandlungstage angesetzt gewesen. Bereits am ersten Tag fiel jedoch das Urteil. Alle acht Geschworenen sprachen den Angeklagten in allen Punkten schuldig. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.