Natur- und Gemeingefährdung: Vandalismus im Naturpark Dobratsch ist keine „Gaude“!

Naturpark Dobratsch -

In den vergangenen Wochen und Monaten kam es im Naturpark Dobratsch wiederholt zu teils schweren Zerstörungen an öffentlichem und privatem Eigentum. Naturpark-Vorsitzende und 1. Vizebürgermeisterin Sarah Katholnig kündigt nun eine entschlossene „Aktion scharf“ gegen die Verantwortlichen an.

In den letzten Wochen und Monaten ist es immer wieder zu teils schweren Zerstörungen öffentlichen und privaten Eigentums im Naturpark gekommen

„Leider müssen wir insbesondere entlang der Villacher Alpenstraße und an Aussichtspunkten immer wieder feststellen, dass Einrichtungen im Naturpark beschädigt werden. Manche dieser Aktionen sind so gravierend, dass sie die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher gefährden“, berichtet Katholnig.

Gefährdung durch beschädigte Anlagen

Beispiele für die Zerstörungswut reichen von abmontierten Fahnenstangen über Lagerfeuer mit Schneestangen auf Parkplätzen bis hin zu eingetretenen Absperrgittern. Diese Schäden verursachen nicht nur erhebliche Kosten für die Instandsetzung, sondern können im Extremfall auch Menschenleben gefährden. Katholnig erklärt: „Wenn Schneestangen als Lagerfeuerholz verwendet werden, kann das unsere Schneeräumung behindern. Noch gefährlicher sind eingetretene Sicherheitsabsperrungen, die Besucherinnen und Besucher im Winter vor Absturzgefahr schützen sollen.“

Vandalismus ist kein Kavaliersdelikt und wird künftig im Naturpark Dobratsch streng geahndet (c) Naturpark Dobratsch

Überwachung und Sanktionen

Johannes Hörl, Geschäftsführer der Villacher Alpenstraßen GmbH, betont: „Als Betreiber der Villacher Alpenstraße tolerieren wir derartige Vandalenakte nicht. Dank moderner Webcam-Technik können wir die Verursacher ausfindig machen und konsequent zur Verantwortung ziehen. Jeder nachweisbare Fall wird angezeigt, und wir schöpfen alle rechtlichen Möglichkeiten aus.“ Auch die Kärntner Bergwacht, vertreten durch die Einsatzstelle Villach, beobachtet den zunehmenden Vandalismus. Einsatzleiter Udo Skumauz erklärt: „Dieser Trend gewisser Personenkreise ist uns bereits aufgefallen. Wir haben die Patrouillen verstärkt, und wer auf frischer Tat ertappt wird, wird sofort beanstandet und angezeigt. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, derartige Vorfälle umgehend zu melden.“

Verstärkte Kontrollen durch Ranger, Bergwacht und Polizei

Die Naturpark-Ranger werden künftig jede Beschädigung oder Verunreinigung von Allgemeingut konsequent zur Anzeige bringen und verstärkte Kontrollgänge durchführen. Katholnig ergänzt: „Ich habe auch die Polizei und die Bergwacht informiert und gebeten, regelmäßig Kontrollfahrten im Naturpark durchzuführen.“ Vandalismus im Naturpark Dobratsch ist kein Kavaliersdelikt. Künftig wird jede Zerstörung von Eigentum und Sicherheitseinrichtungen streng geahndet.