Neues Onlineservice für Eltern: AK startet digitalen Elternkalender

Kärnten -

Ein Kind wird erwartet! Zur großen Freude gesellen sich aber auch bald viele Fragen. Wann muss die Schwangerschaft dem Arbeitgeber gemeldet werden? Wie ist das mit dem Papamonat? Und so weiter und so fort. Antworten auf alle diese Fragen hat der neue digitale Elternkalender der AK. Zusätzlich informiert er – und das ist sein Alleinstellungsmerkmal – persönlich und individuell über Termine und Fristen, damit am Ende nicht eine böse finanzielle Überraschung wartet. „Gerade in Zeiten wie diesen, wo es schwierig ist, sich vor Ort beraten zu lassen, ist dieser Infopool eine wichtige Ergänzung für werdende Eltern und ein weiteres Zeichen der Digitalisierungsfortschritte der AK“, freut sich AK-Präsident Günther Goach.

AK Präsident Günther Goach

Der Schwangerschaftstest zeigt einen lachenden Smiley – damit beginnt eine schöne und aufregende Zeit im Leben der werdenden Eltern. Doch wie so vieles, dass das erste Mal im Leben passiert, ist auch die Zeit einer Schwangerschaft und die auf die Geburt folgende Phase mit Unsicherheiten verbunden. Viele gesundheitliche, aber auch arbeitsrechtliche Fragen tun sich auf. Da ist guter Rat oft teuer – oder aber auch gratis und von Top-Qualität wie im Fall des neuen Service der AK, dem digitalen Elternkalender.

Dieser ist der ideale Wegweiser durch Schwangerschaft und Karenz bis zum 7. Geburtstag des Kindes. Da endet nämlich der Rechtsanspruch auf Elternteilzeit. Infos gibt es zu den wichtigsten arbeitsrechtlichen Regelungen, zu Fristen und Terminen rund um Vereinbarkeit von Familie und Beruf, zu Mutterschutz, Karenz, Kinderbetreuungsgeld und Elternteilzeit.

Elternkalender informiert über auf das Geburtsdatum des Kindes abgestimmte Termine

Der Elternkalender kann zum einen anonym genutzt werden. Zum anderen bietet der Elternkalender aber auch eine individuelle Nutzung. Denn so individuell wie ein Baby ist, so individuell sind auch die Termine, wenn es Fristen für Untersuchungen, Anträge und Nachweise geht. Nutzer registrieren sich und geben ihre Daten ein, der Elternkalender informiert in der Folge über auf das Geburtsdatum des Kindes abgestimmte Termine. So können Eltern keine Fristen mehr versäumen – und auch keinen finanziellen Schaden haben. Denn die Auszahlung des Kinderbetreuungsgeldes ist beispielsweise an die Vorlage der Mutter-Kind-Pass- Untersuchungen gekoppelt.

Nutzer, die den errechneten und später dann den tatsächlichen Geburtstermin ihres Kindes eintragen, werden via SMS und/oder E-Mail rechtzeitig und persönlich vom Elternkalender über ihre Termine verständigt. Es können auch mehrere Bezugspersonen angegeben werden, so kann das Eltern werden partnerschaftlich geteilt werden. Zusätzlich zur Erinnerung an wichtige Termine und Fristen bietet der Elternkalender auch eine übersichtliche Zeitleiste, Quick-Infos, einen Zugang zu Informations-Videos sowie Broschüren und Vorlagen für Musterbriefe.

Zugänglich ist der neue Elternkalender der AK unter der Homepage https://elternkalender.ak.at. Diese ist derart gestaltet, dass der Elternkalender auch am Handy einfach, problemlos und datenschutzkonform genutzt werden kann.

Expertinnen der AK Kärnten maßgeblich beteiligt

„Einen besonders großen Nutzen sehe ich in der Erinnerungsfunktion. Im Beratungsalltag sind wir immer wieder mit Fällen konfrontiert, wo Eltern Fristen versäumt und dadurch finanzielle Einbußen erlitten haben. Mit der Registrierung und Eingabe des voraussichtlichen Geburtstermins werden Eltern an wichtige anstehende Termine per SMS und/oder per Email erinnert. Eine große Erleichterung für viele Eltern, die in dieser Lebensphase ohnehin sehr viele Wege zu erledigen haben“, so AK-Juristin Michaela Eigner-Pichler, die in Kärnten bereits tausende Eltern zum Thema beraten hat und federführend an der Entwicklung des Elternkalenders beteiligt war.

„Eltern haben nun erstmals die Möglichkeit sich digital durch diese neue spannende Lebensphase begleiten zu lassen, denn die Familiengründung wirkt sich auch auf die Bereiche Arbeit, Gesundheit und Geld aus. Aus unseren täglichen Karenz-Beratungen wissen wir, dass sich über den langen Zeitraum der Schwangerschaft bis zur Karenz und möglicher Elternteilzeit immer wieder Fragen und Unsicherheiten zu ergeben. Oft fehlt den Eltern ein diesbezüglicher Überblick. Der Elternkalender ist eine hervorragende Unterstützung und gibt Orientierung“, zeigt sich Lena Muttonen, Mitentwicklerin des Elternkalenders und AK-Expertin für den Bereich Beruf und Familie in der Arbeiterkammer Villach überzeugt.