Unterschiedliche Entwicklungen in der Internetkriminalität
Im Bereich der Internetkriminalität ist die Gesamtzahl der Anzeigen im Jahr 2025 leicht gesunken. Insgesamt wurden 3.034 Fälle registriert, was einem Rückgang von 2,1 Prozent entspricht. Gleichzeitig zeigt sich jedoch ein deutlicher Anstieg beim Cybercrime im engeren Sinne. In diesem Bereich stieg die Zahl der Anzeigen um 23 Prozent auf 733 Fälle. Demgegenüber gingen andere Deliktsformen zurück. So sank die Internet-Erpressung deutlich von 180 auf 128 Fälle, was einem Minus von 28,9 Prozent entspricht. Auch beim Internetbetrug wurde ein Rückgang verzeichnet, hier gingen die Anzeigen um 5 Prozent auf 1.716 Fälle zurück.
Deutlicher Rückgang bei Suchtmittelkriminalität und Schlepperei
Die Suchtmittelkriminalität ist im Jahr 2025 spürbar zurückgegangen. Es wurden 2.335 Delikte registriert, was einem Rückgang von 12,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Noch deutlicher ist die Entwicklung im Bereich der Schlepperei. Hier sank die Zahl der Anzeigen von 54 auf nur noch 8 Fälle. Das entspricht einem Rückgang von 85 Prozent.
Anstieg bei Betrugsdelikten
Im Gegensatz zu vielen anderen Bereichen ist die Zahl der Betrugsdelikte gestiegen. Insgesamt wurden 3.387 Anzeigen registriert, was einem Anstieg von 2,8 Prozent entspricht. Besonders auffällig ist die Entwicklung beim Sozialleistungsbetrug. Hier stieg die Zahl der Anzeigen von 133 auf 282 Fälle und hat sich damit mehr als verdoppelt. Auch beim Trickbetrug wurde ein Anstieg verzeichnet, die Anzeigen stiegen von 111 auf 123 Fälle.
Jugendkriminalität bleibt auf erhöhtem Niveau
Die Zahl der Tatverdächtigen unter 21 Jahren ist im langfristigen Vergleich gestiegen. Im Jahr 2025 wurden 4.205 Tatverdächtige in dieser Altersgruppe registriert. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies jedoch einem Rückgang von 3,7 Prozent. Auffällig ist die Entwicklung bei den jüngsten Altersgruppen. Bei den unter 10-Jährigen stieg die Zahl der Tatverdächtigen von 40 auf 57. Auch bei den 10- bis unter 14-Jährigen gab es einen Anstieg von 509 auf 596. Demgegenüber ging die Zahl der Tatverdächtigen bei den 14- bis unter 18-Jährigen sowie bei den 18- bis unter 21-Jährigen zurück.








































