Sinnvoll oder längst überflüssig? – Am Sonntag wird wieder an der Uhr gedreht

Österreich -

Am Sonntag, dem 29. März 2026, ist es wieder so weit: Die Zeit wird umgestellt – und damit wird der Tag um eine Stunde kürzer. Doch eine Frage stellt sich dabei immer wieder: Warum drehen wir eigentlich noch immer an der Uhr?

Die Zeitumstellung sorgt weiterhin für Diskussionen

Seit einigen Jahren wird über ein Ende der Zeitumstellung diskutiert, eine einheitliche Lösung konnte bislang jedoch nicht gefunden werden. Im Raum steht dabei vor allem die Frage, ob innerhalb der Europäischen Union künftig eine einheitliche Zeit gelten soll – entweder dauerhaft Winter- oder Sommerzeit. Auch wenige Tage vor der bevorstehenden Umstellung flammt diese Debatte erneut auf. – Wie stehst du zu diesem Thema? 

Blick in die Geschichte der Zeitumstellung

Die Geschichte der Zeitumstellung reicht bis in die Jahre 1916 bis 1920 zurück, als die Sommerzeit aus wirtschaftlichen Gründen erstmals eingeführt wurde. Nach einer längeren Pause wurde sie im Jahr 1980 in Abstimmung mit anderen europäischen Staaten wieder eingeführt. Seit 1995 gilt die Sommerzeit schließlich auf Grundlage verbindlicher Regelungen innerhalb der Europäischen Union.

Warum die Zeitumstellung noch nicht abgeschafft ist

Die Frage, warum es die Zeitumstellung in Österreich weiterhin gibt, lässt sich vor allem mit fehlender Einigkeit innerhalb der Europäischen Union beantworten. Bislang konnten sich die Mitgliedstaaten nicht darauf verständigen, ob künftig dauerhaft die Sommerzeit oder die Winterzeit gelten soll. Zudem stehen einige Länder einer Abschaffung grundsätzlich kritisch gegenüber. Eine aktuelle Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutsmarket“ zeigt, dass rund 80 Prozent der Befragten die Zeitumstellung ablehnen. Mehr als die Hälfte, nämlich 54 Prozent, spricht sich dabei für eine dauerhafte Einführung der Sommerzeit aus.