Welle von Betrugsversuchen: Sechs Anzeigen binnen eines Tages in Kärnten

Kärnten -

Erneut schlägt die Polizei Kärnten Alarm: In Kärnten häufen sich derzeit wieder betrügerische Telefonanrufe, bei denen sich Unbekannte als Polizisten ausgeben. Mit dieser perfiden Masche versuchen die Täter, ihre Opfer zu verunsichern und um ihr erspartes Geld zu bringen.

Achtung: Aktuell häufen sich wieder Telefonbetrugsfälle in Kärnten

Allein am gestrigen Donnerstag, den 12. Februar 2026, wurden bislang sechs entsprechende Anzeigen bekannt. In sämtlichen Fällen reagierten die Angerufenen jedoch besonnen, beendeten die Gespräche rechtzeitig – und verhinderten so eine Geldübergabe. Die Polizei Kärnten bittet die Bevölkerung, insbesondere ältere Familienmitglieder über diese Betrugsmaschen zu informieren.

Kautionsbetrug

Bei dieser Betrugsmasche behaupten die Täter, dass die Tochter oder der Sohn der Angerufenen einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe und nun in Haft sei. Für eine sofortige Freilassung sei eine hohe Kaution erforderlich – diese solle in bar oder in Form von Wertsachen übergeben werden. Der Anruf wird oft von dramatischer Musikuntermalung oder weinenden Stimmen begleitet, um die Situation glaubwürdig wirken zu lassen.

„Falsche Polizisten“

Eine weitere häufige Masche ist das Auftreten als vermeintliche Kriminalpolizisten. Die Betrüger berichten von geplanten Einbrüchen und fordern ihre Opfer auf, Bargeld, Schmuck oder Gold zur “sicheren Verwahrung” zu übergeben. Dabei erscheinen teilweise sogar falsche Polizisten an der Wohnadresse.

Die Polizei rät eindringlich:

  • Legen Sie bei verdächtigen Anrufen sofort auf.
  • Kontaktieren Sie sofort Ihre Angehörigen direkt, um die geschilderte Geschichte zu überprüfen.
  • Rufen Sie bei Unsicherheit umgehend den Notruf 133 an – dort erhalten Sie verlässliche Auskunft.
  • Geben Sie niemals Bargeld oder Wertsachen an fremde Personen weiter – auch nicht an vermeintliche Polizisten.
  • Die echte Polizei fordert niemals Geld oder Wertgegenstände am Telefon.