Elektrifizierung Gailtalbahn

Ein historisches Ereignis

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Hermagor / Arnoldstein - Verkehrsministerium, ÖBB und das Land Kärnten haben rund 61 Millionen Euro in die Gailtalbahn investiert: Die Bahnstrecke zwischen Arnoldstein und Hermagor wurde modernisiert und mittels Oberleitung elektrifiziert. Nach nur zweijähriger Bauzeit fand am 14. Dezember 2019 die Jungfernfahrt statt.

Die Jungfernfahrt fand mit Andreas Matthä (Vorstandsvorsitzender der ÖBB-Holding AG), Bürgermeister Siegfried Ronacher und Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser statt
Die „Gailtalbahn neu“ ist ein bedeutendes Ereignis für die Region: Die ÖBB-Fahrgäste können ab sofort umweltfreundlich und komfortabel in modernen Nahverkehrszügen reisen. Denn Klimaschutz und öffentlicher Verkehr sind untrennbar miteinander verbunden.

Modern & neu

Für die Elektrifizierung waren in Summe 879 Oberleitungsmasten und 30 Kilometer Fahrdraht notwendig. Im Zuge der Erneuerung der Bahnstrecke wurden zwischen Arnoldstein und Hermagor alle Bahnhöfe modernisiert und barrierefrei umgebaut. Insgesamt wurden 141 Park & Ride-Plätze, 90 Bike & Ride-Plätze sowie 40 Mopedstellplätze geschaffen. Bei Arnoldstein musste außerdem die 124 Jahre alte Gailbrücke erneuert werden. „Die Elektrifizierung der Bahn ist eine wichtige Weichenstellung für unsere Region und gleichzeitig eine klare Ansage an den Klimaschutz“, freut sich Siegfried Ronacher, Bürgermeister der Gemeinde Hermagor-Pressegger See.

Ein Fest für alle

Die Jungfernfahrt erfolgte am 14. Dezember und fand unter Beteiligung aller Gemeinden entlang der modernisierten Bahnstrecke statt. Eine Delegation, angeführt vom Landeshauptmann, startete in einem Sonderzug vom Bahnhof in Arnoldstein bis nach Hermagor. Weiters mit an Bord waren Ing. Mag. (FH) Andreas Matthä (Vorstandsvorsitzender der ÖBB-Holding AG), Landesrat Mag. Sebastian Schuschnig, Bürgermeister Siegfried Ronacher und alle seine Amtskollegen sowie Stadtkoordinator Mag. Philipp Auer. In sämtlichen Bahnhöfen entlang der Strecke wurden die Zuggäste von Musikkapellen und den jeweiligen Bürgermeistern und zahlreichen Menschen empfangen. Am Ende der Zugreise wurde gemeinsam in einem großen Festzelt in Hermagor gefeiert.

Nächste Schritte

Die Elektrifizierung war nicht die letzte Investition der ÖBB im Gailtal. Durch eine Überführung im Bereich Burger-Moos wird es künftig möglich, zwei Erfolge gleichzeitig zu erzielen: Einerseits die Sicherheit, dem wichtigsten Aspekt des Vorhabens. Andererseits kann so die gewerbliche Entwicklung in diesem Gebiet vorangetrieben werden, sowie die Entwicklung eines Gewerbeparks im Burger-Moos realisiert werden. „Für die Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See wäre das von enormer Bedeutung“, ist Philipp Auer vom Stadt- und Standortmarketing überzeugt. So könnten sowohl bestehende Gewerbegebiete als auch landwirtschaftliche Flächen besser erschlossen werden.