NEF: Notarzt Einsatz Fahrzeug Bezirksstelle Hermagor

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Gail-, Gitsch- und Lesachtal -

Von der diensthabenden Notärztin Dr. Katrin Winkler wurde mir Einblick in das Herz des NEF Hermagor, des Notarzt Einsatz Fahrzeuges, gewährt. Was mir hier gezeigt wurde, ist eine fahrende Intensivstation mit einer Besatzung, bei der jeder Handgriff sitzen und eine perfekte Koordination von Arzt und Notfallsanitäter Voraussetzung sein muss.

Dr. Katrin Winkler Notärztin, Joachim Hubmann Notfallsanitäter, Christoph Kovacic, Bezirksrettungskommandant, Adelheid und Bernhard Dobringer Notfallsanitäter und Luca Burgstaller, Bezirksstellenleiter Rotes Kreuz Hermagor

Das Fahrzeug dient dazu, den Notarzt mit der entsprechenden Gerätschaft und der medikamentösen Ausstattung so schnell als möglich zum Patienten zu bringen. Hierbei wird er von einem erfahrenen Notfallsanitäter begleitet, der spezielle Schulungen auf die Spezialgerätschaften des NEF erfahren hat. Wenn der Notarzt kommt, rücken immer zwei Fahrzeuge aus, d.h. es kommt das NEF und ein RTW. Ein RTW (Rettungs Transport Wagen) ist mit zwei Sanitätern besetzt, die am Einsatzort das NEF Team bei der Versorgung des Notfallpatienten unterstützen und auch den Transport ins Krankenhaus übernehmen. Ist auf Grund der Indikation ein Transport in ein Krankenhaus nicht notwendig, rücken die Fahrzeuge wieder ab. Fordert ein Fahrzeug vor Ort das NEF nach, weil sich herausstellt, dass ein Notarzt gebraucht wird, ist dies somit flexibel möglich.

Bezirksrettungskommandant Ing. Christoph Kovacic Msc

„Das Notarzteinsatzfahrzeug der Bezirksstelle Hermagor stellt die notärztliche Versorgung im Bezirk Hermagor rund um die Uhr, egal bei welchen Witterungsbedingungen, sicher. Daher können Patienten auch bei Nebel, Schneefall oder in den Nachtstunden optimal versorgt werden”, so Kovacic.

Bezirksrettungsarzt Dr. Bernhard Kanduth, Msc: “Rund um die Uhr und bei jeder Witterung erreicht das Notarztteam die abgelegensten Einsatzorte des Bezirks. Schon seit mehr als zwei Jahrzehnten stellen sich Notärzte freiberuflich diesem Dienst. Unter ihnen finden sich Allgemeinmediziner, Anästhesisten, Unfallchirurgen und Kinderärzte, die eine spezielle Zusatzausbildung absolviert haben und sich regelmäßig fortbilden müssen. Besondere Herausforderung sind die im Bezirk Hermagor verhältnismäßig langen Transportwege, welche eine adäquate Therapie und Stabilisierung der Notfallpatienten bereits vor Ort unabdingbar machen. Aufgrund des zunehmenden Personalmangels, wurde es in den letzten Jahren leider immer schwieriger, einen lückenlosen Dienstplan zu erstellen. Großer Dank gebührt allen Notärztinnen, die stets bemüht sind, eine durchgehende und damit bestmögliche Versorgung unserer Bevölkerung sicherzustellen.”

Eine fahrende Intensivstation

Das NEF ist mit diversen Medikamenten und medizinischen Gerätschaften ausgestattet. Der Kindernotfallkoffer, ein Erwachsenenkoffer sowie ein Rucksack für Einsätze im schwierigen Gelände sind Standardausstattung bei jedem Einsatz. Kindernotfallkoffer deshalb, weil da spezielle Gerätschaften, wie z.B. Beatmungsmaske oder Beatmungsbeutel in der entsprechenden Dimension für Kinder vorhanden sein müssen. Dies ist abhängig vom Alter
und Körpergewicht. Eine automatische Spritzenpumpe (Perfusor), sowie ein Absauggerät, ein Beatmungsgerät und ein EKG gehören ebenfalls zur Ausstattung. Zusätzlich sind ein maschinelles Reanimationsgerät sowie ein Videolaryngoskop für die optimale Atemwegssicherung an Bord. Diverse Schienen – in allen Größen, eine Wärmebox, um Infusionen vorzuwärmen, ein Zusatzlager für einen eventuellen Mehrgebrauch bei z.B. Großunfällen, Schmerzmittel, eine Kühlbox, ein Verbandskoffer, eine Entgiftungsbox, Helme und vieles mehr gehören zur Standardausrüstung dieses Fahrzeuges. Datenterminal, Funk und Telefon für die Kommunikation sind ohnehin nicht wegzudenken.

Bei jedem Wetter für die Menschen im Bezirk unterwegs, die bestens geschulten Mitarbeiter des NEF
Eine fahrende Intensivstation ist das Notarzt Einsatz Fahrzeug (NEF)

„Essen auf Rädern”

Mit dem Essenszustelldienst bietet das Rote Kreuz Kärnten in Zusammenarbeit mit den zuständigen Gemeinden dieses Angebot auch im Bezirk Hermagor (Hermagor, Kötschach Mauthen und St. Stefan) an.

Die vielen freiwilligen Mitarbeiter freuen sich über das 3. Auto für den Essenszustelldienst

Die Mitarbeiter/Innern des Roten Kreuz liefern die frisch zubereiteten Mahlzeiten täglich nach Hause. Das Essen wird von den örtlichen Krankenhäusern gekocht und durch das Rote Kreuz täglich frisch zugestellt. Auf Grund der geografischen Lage des Bezirkes Hermagor war es notwendig ein drittes Fahrzeug für die Essenauslieferung anzuschaffen.
„Es freut mich sehr, dass wir nun eine dritte Tour installieren konnten. Dadurch werden unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in der letzten Zeit an ihre Belastungsgrenze gelangten, entlastet“, betont Luca Burgstaller, Bezirksstellenleiter des Roten Kreuz Hermagor. “Ich möchte mich auch beim Landesverband des Roten Kreuz mit Präsident Dr. Peter Ambrozy für die Umsetzung bedanken”, so Burgstaller.
Als Verantwortliche für den Essenszustelldienst im Roten Kreuz Hermagor zeigt sich auch Maria Rauscher zufrieden: “Durch das zusätzliche Auto haben wir auch wieder mehr Zeit, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und diese wichtigen Kontakte zu pflegen.”

Laura Flaschberger Freiwilligenreferentin: “Ich bin seit 31.01.2022 die neue Freiwilligenreferentin im Bezirk Hermagor. Ich bin 22 Jahre alt, seit August 2019 beim ÖRK, komme aus Rattendorf und bin beruflich in Wien beschäftigt. Trotz der Pendelei versuche ich regelmäßig freiwillige Dienste in Hermagor sowie Kötschach unter einen Hut zu bringen. Als Freiwilligenreferentin möchte ich besonders für die ehrenamtlichen Mitarbeiter als Ansprechperson für etwaige Wünsche, Beschwerden, Anregungen, Verbesserungsvorschläge fungieren und bei Konflikten zur Seite stehen, um Lösungen zu schaffen. Darüber hinaus bin ich sehr dankbar für diese Chance und werde versuchen, die passende Jacke für Interessierte zu finden. Freiwilligenkoordination bedeutet für mich nicht nur bürokratische Angelegenheiten, sondern besteht aus einem ständigen Austausch von Erfahrungen und gemeinsamen Interaktionen. Ich bin gerne unter Tel.: 0677/631 248 96 oder E-Mail: bzw. laura.flaschberger@k. roteskreuz.at erreichbar. Natürlich komme ich auch auf den ein oder anderen Kaffee in der Dienststelle vorbei, um mich mit euch auszutauschen und zu plaudern.”