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Gailtal -
Gesetzten Fußes sind es mittlerweile über 1.200 Kilometer an Pilgerschritten für den Obergailtaler Herbert Zwischenbrugger. Seit über zwei Jahrzehnten wandert er, begleitet von Familie und Freunden, vom Magdalens-, Ulrichs-, Veits- bis hin zum Lorenziberg.
Wenn Herbert Zwischenbrugger seine Familie begleitet, dann ist das etwas ganz Besonderes auf dem 56 km langen Vier-Berge-Lauf. Seine Frau Marlies (re) und seine Schwester Christine (li) haben den Dellacher ebenso begleitet wie die Kinder Christian und Martina (rechtes Foto). Auch der langjährige Freund Bernd Rausch begibt sich schon seit Jahren auf die christliche Wallfahrt (li)
Punkt Mitternacht beginnt für ihn die Wallfahrt beim Kircherl überm Magdalensberg, das er dreimal im Uhrzeigersinn umgeht und dann die Glocke läutet. Das Rucksackerl ist seit Jahren gut bestückt mit Reservebekleidung, Regenschirm, Jause und Getränken. „Ich habe alles schon erlebt; von Blasen auf den Füßen, „waschelnassem“ Gewand, Schneetreiben bis hin zum Frühlingswetter. Nichts davon hält mich – solange ich mich guter Gesundheit erfreue – von der jährlichen Pilgerung ab. Begonnen habe ich zum 40. Geburtstag. Damals war es Zeit mit dem Rauchen aufzuhören und mein Leben „umzukrempeln“. Für meine Familie habe ich mich vom Bauspengler zum Pflegehelfer umschulen lassen und auch die Zuneigung zur Wallfahrt hat genau damals begonnen.“
Durchs Wallfahrten neue Wege finden
Christliche Motivation
Es ist ein Weg mit christlichem Hintergrund. Für mich sind es Schritte des Glaubens, Lachens, Betens und Kommunizierens. Seit damals hört das Gefühl nicht auf, dabei sein zu wollen. „Dreimal musst gehen, dann kommst in Himmel“, scherzt der affinierte Wanderer. Wenns`t dann auch Menschen triffst, die du seit der Kindheit oder Jugend nicht mehr gesehen hast und alte Geschichten wieder zum Leben erweckt werden, ist der Weg nur noch halb so lang. Einkehr halten wir immer beim „Sörg“, dem Tirolerwirten. Dort gibt’s das Mittagessen und ich weiß: „Jetzt haben wir es bald geschafft.“
Den Schlusssegen holen sich die Pilger nach der gemeinsamen Wallfahrt
Liebe zur Wallfahrt
Der Vier-Berge-Marsch ist nicht die einzige Wallfahrt, die Herbert Zwischenbrugger „bezwingt“. Mittlerweile bestreitet er auch die Pinzgauer Wallfahrt, die 3-Täler-Wallfahrt mit einem Weg von 40 Kilometern oder wie jene von Mauthen nach San Piedro in Italien.
Mit dem besten Schuhwerk, Mut und Hoffnung im Gepäck, ist auch die längste oder härteste Wallfahrt bewältigbar.
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