Alkounfälle

Bezirk Hermagor führt traurige Statistik an

Hermagor - In ganz Kärnten sind die Anzahl der Unfälle, welche unter Alkoholeinfluss geschehen, in Hermagor am Höchsten.

Der Anteil der Alko-Unfälle an Verkehrsunfällen im Zeitraum 2013 bis 2017 beträgt im Bezirk Hermagor ganze 10 Prozent!
Beim Anteil der Alko-Unfälle an den Verkehrsunfällen gibt es in Kärnten große Unterschiede, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Am niedrigsten ist der Anteil der Alko-Unfälle in Villach und Klagenfurt, am höchsten im Bezirk Hermagor. Bereits bei 0,5 Promille erhöht sich das Unfallrisiko auf das Doppelte. Der VCÖ betont, dass mit mehr Discobussen, Anrufsammeltaxis und Bahnverbindungen am späteren Abend die Zahl der Alko-Unfälle verringert werden kann.

Hermagor auf „Platz 1“

Elf Todesopfer und 1.169 Verletzte. Das ist die traurige Opferbilanz der Alko-Unfälle in Kärnten in den vergangenen fünf Jahren, informiert der VCÖ.  Der Unterschied innerhalb Kärntens beim Anteil der Alko-Unfälle ist sehr groß, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Am niedrigsten ist der Anteil der Alko-Unfälle in Villach, wo in den vergangenen fünf Jahren 5,0 Prozent der Verkehrsunfälle mit Personenschaden von Alko-Lenkern verursacht wurden, am zweitniedrigsten in Klagenfurt und im Bezirk St. Veit an der Glan mit jeweils 5,1 Prozent. Am höchsten ist der Anteil der Alko-Unfälle im Bezirk Hermagor mit zehn Prozent. Dahinter folgt der Bezirk Völkermarkt mit neun Prozent. Der Landesschnitt liegt bei 6,5 Prozent, berichtet der VCÖ.

11% durch Alko-Lenker

Im Vorjahr wurden im Dezember rund elf Prozent der Verkehrsunfälle von Alko-Lenkern verursacht, der Anteil der Alko-Unfälle war fast doppelt so hoch wie im Schnitt der anderen elf Monate, macht der VCÖ aufmerksam. Adventzeit ist auch die Zeit von Punsch und Glühwein.  Aufgrund der Süße wird die Wirkung von Punsch oft unterschätzt. Zudem kann der Alkoholgehalt je Punsch und Punschstand stark variieren. Deshalb die Devise „Don’t drink and drive“ beherzigen. Bereits bei 0,5 Promille steigt das Unfallrisiko auf das Doppelte, bei 1,0 Promille auf das 7-Fache und bei zwei Promille auf das 35-Fache.

Verkehrsstrafen für Lösung verwenden

Der VCÖ setzt sich für ein besseres Mobilitätsangebot in den Regionen ein. Mit Discobussen, Anrufsammeltaxis und Bahnverbindungen auch am späteren Abend kann die Zahl der Alko-Unfälle reduziert werden. Häufig scheitern diese wichtigen Angebote an der Finanzierung. Deshalb schlägt der VCÖ vor, dass ein Teil der Einnahmen aus Verkehrsstrafen für die Einführung von Anrufsammeltaxis, Nachtbussen und Gemeindebussen zweckgewidmet wird.

Verkehrssicherheit an erster Stelle

Wichtig ist auch, dass Siedlungen mit dem nächstgelegenen Ort über Geh- und Radwege sicher verbunden sind. Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen, wenn  in der Nacht Personen aufgrund eines fehlenden Gehwegs am Rand einer Freilandstraße nach Hause gehen. Seit Jahresanfang kamen in Kärnten bereits 28 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. „Die Zahl der Todesopfer durch den Straßenverkehr ist nach wie vor viel zu hoch. So weist Österreich eine fast doppelt so hohe Anzahl an Verkehrstoten auf wie die Schweiz. Österreich muss sich die verkehrssichersten Staaten zum Vorbild bei der Verkehrssicherheitsarbeit nehmen“, stellt VCÖ-Sprecher Gratzer fest.