Erasmus+: Warum eigentlich nicht?!

Hermagor -

Das EU-Programm „ERASMUS plus“ fördert Mobilitäts- und Innovationsprojekte in der beruflichen Aus- und Weiterbildung.

Schüler der HLW-Hermagor erhalten so die einzigartige Möglichkeit, ihr Pflichtpraktikum im Anschluss an die dritte Klasse der fünfjährigen Höheren oder zweite Klasse der dreijährigen Fachschule im europäischen Ausland zu absolvieren – und so ihr Wissen, ihre sprachlichen und sozialen Kompetenzen und Fähigkeiten zu erweitern und zu vertiefen. Eine Projektkooperation bzw. die Möglichkeit ein Auslandspraktikum zu absolvieren besteht an der HLW Hermagor bereits seit 2002. „Dieses beliebte und mittlerweile auch sehr bekannte Projekt lief lange Zeit unter dem Namen „šLeonardo da Vinci“˜, wird aber seither im gleichen Format geführt und immer noch sehr gut angenommen“, so Koordinator Mag. Alois Maier, der von Anfang an begeistert dabei ist.

Neue Länder,  neue Möglichkeiten

Eine neue Möglichkeit öffnet sich seit kurzem auch für die Schüler der zweiten Klasse der dreijährigen Fachschule. 2018 im Sommer stellten sich die Müller-Zwillinge in Malta der Herausforderung. Bekannte, Freunde und Verwandte können bei der Auswahl des Landes hilfreich sein und den ersten Schritt zum Auslandspraktikum erleichtern. Des Weiteren stehen natürlich vorhandene Kooperationspartner in einigen europäischen Ländern von Seiten der HLW Hermagor zur Verfügung. „Der Trend derzeit geht jedoch eher zu Ländern mit englischer Muttersprache wie Island, Irland, Schottland oder Malta. Grundsätzlich überwiegt immer noch der Gastronomie- und Hotellerie-Bereich, da die HLW-Schüler hier mit einem klaren Vorteil für den Partnerbetrieb ins Praktikum gehen. Dies soll aber kein Grund sein, eine ganz andere Berufssparte zu meiden“, so die beiden Betreuungslehrer Mag. Kathrin Käferle und Mag. Alois Maier.

Mag. Kathrin Käferle und Mag. Alois Maier stehen als Projektverantwortliche stets mit Rat und Tat zur Seite

Begleitprojekt:  Umfrage vor Ort

Zusätzlich zu den Arbeiten innerhalb des Praktikums müssen die Schüler ein Interview in den Ländern führen. 2018 stand unter dem Thema „Reise zu den Wurzeln des guten Geschmacks“, das im Nachhinein ausführlich mit den eigenen Erkenntnissen aufbereitet wird.  

Doris Winkler und Victoria Tarmann
Ins eisige Land der Geysire, Vulkane und Thermalquellen zog es zwei Mädels die über Freunde nach Island gekommen sind. Als erste Schüler der HLW Hermagor in Island haben sich Doris und Victoria ihr Auslandspraktikum selbst organisiert und alles drumherum geplant. Neben der langen Anreise von rund 12 Stunden waren teilweise die Arbeiten „hardcore“ und stellten auch den inneren Schweinehund vor Überwindungen. „Wir haben zu Hause einen Bauernhof, aber einige „šDrecksarbeiten“˜ wie Fischinnereien leeren usw. waren auch für mich hart“, erinnert sich die Weissenseerin Doris Winkler. „Man wird viel selbstständiger und selbstbewusster. Nebenbei entdeckt man ein wunderschönes Land und nimmt von der Sprache noch einiges mit. Einfach eine gute Entscheidung“, so Victoria Tarmann.
Melina Zöhrer
Melina Zöhrer wagte ein etwas anderes Auslandspraktikum. Diesmal stand zwar nicht eine andere Kultur oder Sprache im Fokus, sondern eine neue Branche. „Für mich war von Anfang an klar, ich will nicht in den Tourismus.“ Durch eine Freundin in Leipzig öffnete sich die Möglichkeit Deutschland für das Auslandspraktikum zu nutzen. Gesagt, getan und schon wurden Agenturen für Webdesign und Marketing kontaktiert. Durch bereits gesammelte Erfahrungen konnte die Weissenseerin überzeugen und sich in einer Webdesign-Agentur unter Beweis stellen und viele neue „Handwerkzeuge“ kennenlernen. „Drei Wochen krank und im Krankenhaus, alleine in Deutschland – das Pfeiffersche Drüsenfieber ohne Familie durchzustehen, hat mich sehr gestärkt“, sieht Melina als ihre größte Herausforderung.  Für Melina ganz klar: „Trau dich in einem anderen Land oder in einem neuen Bereich dein Praktikum zu machen!“
Pascal Allinger und Claudio Wanker
Pascal und Claudio: Grundsätzlich war von Anfang an klar, dass es in den Norden gehen soll. Pascal ist erst nach kürzerer Zeit hinzugestoßen und gleich darauf machten wir uns daran alle vorhandenen Adressen anzuschreiben – eine hat zugesagt und schon ging es für uns zwei nach Youghal, Irland. Drei Monate getrennt von Familie und Freunden war dann für Pascal zum Ende hin doch etwas lang und so musste der Gailtaler mit Heimweh kämpfen – hier war die größte Herausforderung durchzuhalten! „Zieh nicht mit Tschechen in eine Wohnung“, schmunzelt Claudio bei der Frage nach der größten Herausforderung.
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