10 Fragen an...

Hermagorer Abfallchef ging in die „Pense“

Hermagor -

Georg Krutzler (62) tritt nach über 42 Dienstjahren mit Ende Jänner in den wohlverdienten Ruhestand. Die Liste jener Ämter und Funktionen, die der gelernte Großhandelskaufmann zuletzt inne hatte, kann sich sehen lassen: Betriebsleiter der Abfallwirtschaft, Geschäftsführer der Bäderverwaltung, Fischereiverwalter, Sachbearbeiter in Energieangelegenheiten, Sport und Feuerpolizei. Wir baten zum Wordrap.

Georg Krutzler gilt als Allrounder im Gemeindedienst. Nun beginnt mit der Pension ein neuer „Lebensabschnitt“

1) Nach über 42 Jahren im Dienst für die Stadtgemeinde Hermagor waren wichtige erreichte Ziele …

Vor allem die Abfallbeseitigung von der fast Stunde Null bis auf das heutige Niveau aufzubauen. Auch an der Installierung des Jugendzentrums habe ich stark mitgewirkt.

2) Meine besten Entscheidungen in meiner beruflichen Laufbahn waren …

Entscheidungen werden ja in Gemeinden grundsätzlich von Stadt- oder Gemeinderat beschlossen. Ebenfalls glaube ich, waren es durch meine Vorschläge die Verlegung des Umweltamtes in das Sammelzentrum, aber auch die Bechipung aller Müllbehälter, es ist ein erster Schritt für eine spätere Verwiegung.

3) Wenn ich Entscheidungen in meinen Sachbereichen selbst treffen dürfte, wären diese …

Einheitliche Müllgebühren wie in Burgenland für das ganze Land und verursachergerechte Gebührenmodelle. Das monopolisierte Rauchfangkehrergewerbe mit den einheitlich festgelegten Kehrtarifen wäre aufzulösen. Damit gäbe es wie in der freien Marktwirtschaft mehr Konkurrenz.

4) Die Zukunft unserer Umwelt sehe ich …

Vor allem in Österreich sehr positiv und es ist in den letzten Jahrzehnten viel passiert, sei es bei der Abfalltrennung aber auch bei der Luftverschmutzung, vor allem was den Hausbrand betrifft.

5) In meiner Pension möchte ich …

Auf alle Fälle nicht rasten, sondern habe ich nun viel Zeit zum Fischen, für Motorradausflüge oder mit Storys das Gailtal Journal füllen. Als Erstes möchte ich aber mein großes Bildarchiv der letzten 30 Jahre sortieren und vielleicht daraus auch ein Gailtaler-Sportbuch gestalten.

In Zukunft hat Georg mehr Zeit für Partnerin Rosi …
… und seine beiden Töchter sowie Enkelkinder

6) Die Teilnahme am Sport- und Vereinswesen war für mich immer …

Ein großer Teil meiner Freizeitbeschäftigung. Ich war Fußballer und auch in den Vereinen SV Egg und Kulturverein Micheldorf als Kassier- und Schriftführer tätig. Auch bei der Errichtung der Ortskapelle Neudorf war ich maßgeblich beteiligt. Noch heute bin ich aktiver Feuerwehrmann (seit 43 Jahren) und bei der Wassergenossenschaft Micheldorf als geborener Micheldorfer für die Finanzen und schriftlichen Erledigungen zuständig.

7) Wenn ich etwas in meinem Leben bereue, dann ist das …

Wenn ich jemanden verletzt haben sollte.

8) Wenn ich drei Wünsche frei hätte, wären diese …

Dass ich mit meiner Familie mein Leben noch lange gesund genießen kann, meine Kinder und Enkelkinder ein ähnlich gutes Leben wie ich haben werden. Den dritten Wunsch verschenke ich an jemanden der ihn besser gebrauchen kann als ich.

9) Ich könnte mich selbst oft bei der Nase nehmen, wenn…

Ich den E-Herd nicht abgeschaltet habe oder was auch schon passiert ist, die Kerzen beim Adventkranz beim Verlassen des Hauses nicht auslösche. Gottlob ist bisher noch alles glimpflich ausgegangen.

10) Dankbar bin ich, dass …

Ich bis bald über 50 Jahre meine Eltern gehabt habe sowie über meinen Job in der Gemeinde.

Das gesamte Team vom Gailtal Journal wünscht „unseren Schursch“ alles Gute für den (Un)Ruhestand. 

Text: Von Iris Zirknitzer