
Längst überfällig?
Ingeborg Bachmann war das erste Kind des Schuldirektors Mathias Bachmann (1898 -1973) und seiner Frau Olga, geborene Haas (1901 -1998). Ihre Mutter stammte aus Niederösterreich, der Vater eben aus Obervellach, wo die Familie immer wieder ihre Ferien verbrachte. Das Gailtal, als Grenzgebiet und Schnittpunkt der drei großen europäischen Sprachfamilien, war prägend für Bachmanns gesamtes späteres Schaffen. Die Bedeutung und Verbindung zum Gailtal findet sich immer wieder in der Geschichte der großen Lyrikerin, auch der Ort Obervellach wird laufend erwähnt.

“Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar”
Zur Enthüllung des vom akademischen Bildhauer Herbert Unterberger geschaffenen Gedenkstein waren zahlreiche Ehrengäste aus Kunst, Kultur und Politik anwesend. Rudi Lasser führte gekonnt und mit Charme durch die Feier. Für musikalische Auflockerung sorgte die Gruppe “Saxissimo” und mit einer szenischen Darstellung brillierten die Schüler der 4BHW der HLW Hermagor mit Unterstützung des Schriftstellers Engelbert Obernosterer.


“Es war für mich eine große Ehre und Freude, den Gedenkstein aus Krastaler Marmor für Ingeborg Bachmann zu gestalten. Die Inschrift “Wohin aber gehen wir” ist in den verschiedensten Weisen mit Ingeborg Bachmann zu verbinden.

