Kooperation zwischen Kirche und Politik
In seiner Festansprache gratulierte Landeshauptmann Peter Kaiser Mattioli im Namen des gesamten Regierungskollegiums. Er betonte, dass er auf eine gute Zusammenarbeit zwischen Kirche und Politik setze. Gerade in der aktuell herausfordernden Zeit sei es wichtig, „die Zusammenarbeit aller Kräfte, die Humanität, Toleranz, Miteinander und Solidarität zum Leitfaden haben“. Kaiser appellierte: „Lassen Sie uns gemeinsam im Kleinen dem begegnen, was uns geopolitisch Sorgen macht.“
Ökumenische und interreligiöse Glückwünsche
Diözesanbischof Josef Marketz betonte die enge Verbindung der beiden Kirchen: „Wir sind Schwesternkirchen“ und zeigte sich zuversichtlich, dass evangelische und katholische Kirche weiterhin gut zusammenarbeiten, beten und feiern werden. Die ökumenische Zusammenarbeit sei von gegenseitigem Respekt und Vertrauen geprägt. Auch Imam Hasudin Atanović sprach ein Grußwort und hob die universale Sprache der Menschlichkeit hervor: „Es gilt nicht, Unterschiede zu betonen, sondern die gemeinsamen Werte, die uns verbinden.“ Astrid Körner, Rektorin der Diakonie de La Tour, richtete sich direkt an Mattioli: „Lass uns gemeinsam tun, was für die Kirche selbstverständlich ist.“ Dabei gehe es insbesondere darum, für die Schwächsten da zu sein und ein starkes Wort der Würde, Haltung, Verbundenheit und Nächstenliebe zu sprechen.

Erste Frau in Kärnten und Osttirol
Martin Fischer vom Kultusamt im Bundeskanzleramt gratulierte der neuen Superintendentin und würdigte zugleich die Verdienste ihres Vorgängers Manfred Sauer. Superintendentialkuratorin Margarethe Prinz-Büchl bezeichnete die Amtseinführung als historisches Ereignis: „Sowas war noch nie da“, sagte sie und verwies auf die Tatsache, dass erstmals eine Frau Superintendentin in Kärnten und Osttirol wird.
Die neue Superintendentin stellt sich vor
Andrea Mattioli wurde in Neckarsulm (Deutschland) geboren. 2002 wurde sie in Ludwigsburg als Pfarrerin ordiniert und war dort als Gemeindepfarrerin tätig. Sie war zudem lange Urlaubsseelsorgerin in Kärnten und zog 2019 endgültig nach Österreich. Bis Ende November 2025 leitete sie den Pfarrgemeindeverband Zlan-Ferndorf als amtsführende Pfarrerin. Mattioli ist verheiratet und hat drei Söhne.
Für die Dauer von zwölf Jahren wurde sie am 26. April 2025 von den über 90 Delegierten der Superintendentialversammlung gewählt. Das Amt entspricht in etwa dem eines Diözesanbischofs der römisch-katholischen Kirche. Die evangelische Superintendenz Kärnten-Osttirol umfasst 33 Pfarrgemeinden mit rund 41.000 Mitgliedern. Mattioli ist erst die dritte Superintendentin in der Geschichte der Evangelischen Kirche in Österreich.










































