Poesie im Gailtal Journal

Gailtal - Unsere Leserin Nina Cerny, vormals Oberortner, geb. 1972, hat uns folgendes Gedicht zukommen lassen. Inspiriert von Kindheitserinnerungen bei den Großeltern auf der Jochalm, am Fuße des Reißkofels…. Viel Spaß beim Lesen!

Wenn keiner dich mehr sieht

Wenn keiner dich mehr fühlt

Wenn keiner dich mehr liebt

Dann bin ich ganz aufgewühlt.

Dann zieht es mich weit fort

Dort hin wo meine Wurzeln liegen,

Es gibt nur diesen einen Ort,

Wo sich bei Sturm die Bäume biegen.

Hier lernte ich zu lieben

Zu lieben den Regen

Zu lieben den Wind

Zu lieben der Stille Segen

Zu lieben so rein wie ein Kind.

Zu lieben das Wander in die Bergeshöh,

Zu lieben den Nebel in der Früh.

Zu lieben am Morgen der Kuhglocken Geläut

Zu lieben das Land und die Leut.

Es sind die Berge so hoch, so voller Gestein

Die Jochalm im Herzen für immer mein.

Der Kofel sieht herab für alle Zeiten,

Ja, auch dann, wenn sich meine Pupillen nicht mehr weiten.

So sehne ich mich Jahr für Jahr und für immer nach dir

Du mein Gailtal meine Heimat mein Herz gehört für immer dir!