Manfred Wilhelmer, geboren 1968 und aufgewachsen in St. Lorenzen im Lesachtal, ist seit vielen Jahren in der Kärntner Bankenlandschaft tätig. Nach seinem Studium der Angewandten Betriebswirtschaft an der Universität Klagenfurt begann er seine berufliche Laufbahn in der Unternehmensberatung und wechselte später in den Bankensektor. Seit 2001 ist er in der Raiffeisen Landesbank Kärnten tätig, wo er vom Firmenkundenbetreuer über den Geschäftsbereichsleiter Firmenkunden bis hin zum Vorstandssprecher aufstieg. Heute verantwortet Wilhelmer die strategische Ausrichtung der RLB Kärnten – in einer Phase, in der bedeutende Modernisierungs- und Umbauprojekte bevorstehen, insbesondere am Standort Klagenfurt. 2025 wurde er zudem erneut zum Obmann der Sparte Bank und Versicherung der Wirtschaftskammer Kärnten gewählt. Privat lebt er in Maria Rain, bleibt seiner Herkunft jedoch eng verbunden. Seine Mutter führt im Lesachtal weiterhin eine Pension, weshalb ihn sein Weg regelmäßig in die Heimat zurückführt.
Gailtal Journal: In Klagenfurt entsteht eine neue Raiffeisen Zentrale?
Manfred Wilhelmer: Der Neubau ist für uns ein klares Bekenntnis zum Standort Kärnten. Wir schaffen moderne Arbeitsbedingungen und verbinden digitale Effizienz mit persönlicher Beratung. Damit stellen wir sicher, auch künftig ein verlässlicher Partner für Menschen und Unternehmen zu bleiben. Zugleich setzen wir ein sichtbares Zeichen für die Weiterentwicklung unseres Finanzplatzes. Zugleich setzen wir ein sichtbares Zeichen für die Weiterentwicklung unseres Banken- und Wirtschaftsstandortes.

Sie wurden 2025 erneut zum Obmann der Sparte Bank und Versicherung gewählt?
Mir ist wichtig, dass wir als Branche geschlossen auftreten und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen sichern. Banken und Versicherungen sind zentrale Stabilitätsfaktoren für die regionale Wirtschaft. Mein Fokus liegt auf Standortstärkung, politischem Dialog und einem starken Finanzplatz Kärnten. Besonders wichtig ist mir, dass Kärnten im Wettbewerb der Regionen nicht an Boden verliert.
Sie stammen aus St. Lorenzen im Lesachtal – was verbindet Sie noch mit Ihrer Heimat?
Sehr viel. Meine Mutter lebt nach wie vor im Lesachtal, und ich bin regelmäßig dort. Die Region steht für Bodenständigkeit, Verlässlichkeit und Zusammenhalt – Werte, die mich bis heute prägen und mir Ausgleich zum beruflichen Alltag geben. Jeder Besuch erinnert mich daran, wo meine Wurzeln liegen und was wirklich zählt.

Was hat Sie als gebürtiger Lesachtaler besonders geprägt?
Das Aufwachsen im elterlichen Betrieb hat mir früh Verantwortung vermittelt. Man lernt, dass wirtschaftlicher Erfolg Einsatz und Disziplin braucht und vieles nur gemeinsam gelingt. Dieses Zusammenspiel aus Eigenverantwortung und Gemeinschaftssinn begleitet mich bis heute. Diese Erfahrungen haben meinen beruflichen Weg maßgeblich geprägt.
Was können Sie uns über Ihr Privatleben erzählen?
Meine Familie ist mein wichtigster Rückhalt. Ausgleich finde ich in der Natur und im Sport – beim Wandern, Skifahren, Laufen oder Stand-up-Paddeln. Reisen erweitert meinen Blick und hilft mir, Abstand vom Arbeitsalltag zu gewinnen. Diese Balance ist für mich entscheidend, um berufliche Verantwortung gut tragen zu können.









































