Seltsamer Sinneswandel des ÖVP-Bauernbundes in Bezug auf Bauern-Demonstrationen

FPÖ-Muhr: Drei-Punkte-Plan zur Unterstützung der heimischen Landwirtschaft

Klagenfurt - „Grundsätzlich sind Bauern-Demonstrationen gegen die Marktmacht der Handelskonzerne zu unterstützen. Der Sinneswandel des ÖVP-Bauernbundes mutet momentan jedoch schon seltsam an. Vor einigen Jahren wurden solche Demonstrationen noch als Maßnahmen auf ‚Gewerkschaftsniveau‘ vom ÖVP-Bauernbund abgetan. Der Markt mache die Preise, nicht die Politik, so der schwarze Bauernbund“, gibt sich der Landesobmann der Freiheitlichen und Unabhängigen Bauernschaft LK-Vizepräsident nachdenklich über den plötzlichen Sinneswandel des ÖVP-Bauernbundes.

Aus diesem Zusammenhang heraus, sei die heutige Demonstration als „Eingeständnis einer verfehlten ÖVP-Agrarpolitik“ zu sehen. Dass diese dann noch ausschließlich vor den Zentralen der Handelskette Spar stattfinde, welche als erste auf das AMA Gütesiegel gesetzt habe und damit „ein klares Bekenntnis zur österreichischen Landwirtschaft“ abgegeben habe, sei für Muhr nicht nachvollziehbar. „Offensichtlich dürfen die anderen Handelskonzerne unter Duldung des ÖVP-Bauernbundes weiterhin Schleuderaktionen auf dem Rücken der heimischen Bauern durchführen“, so Manfred Muhr weiter.  
  • Da von Seiten des ÖVP-Bauernbundes jedoch nur Forderungen und keine Lösungen angeboten werden und die fleißigen heimischen Bauern mit den AMA Gütesiegel ohnehin eine Marke finanzieren, die für klare Herkunft und nachvollziehbare Qualität steht, schlägt die Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft folgenden Drei-Punkte-Plan zur Unterstützung der heimischen Landwirtschaft vor:
 
  1. Wertvernichtende Aktionen mit AMA Gütesiegel-Produkten verbieten.
  2. AMA Gütesiegel-Zuschlag für heimische Milchprodukte von 3 Cent netto/kg Milch
  3. Einrichtung eines Branchenverbands Milch, um die Verfügungsgewalt über den Rohstoff wieder in Bauernhände zurück zu führen.
  Dazu seien laut den freiheitlichen Bauernvertretern Änderungen in den AMA Gütesiegel-Richtlinien erforderlich. „All diese Maßnahmen sollen von der zuständigen ÖVP-Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger umgehend vorbereitet und in Verhandlungen mit den Handelspartnern umgesetzt werden!“ fordert Muhr abschließend.