Gailtal -
LR Gruber informierte Betroffene vor Ort – Kosten können zu 100 Prozent von der öffentlichen Hand übernommen werden – Finanzierungskonzept für 1,8 Millionen steht
LR Martin Gruber und StR Leopold Astner mit Betroffenen vor Ort
150 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche wurden in den Gegenden um Rattendorf und Stranig-Goderschach während der Unwetter zwischen 28. und 30. Oktober infolge von Dammbrüchen und Ausuferungen der Gail überflutet. Schotter, Sand und Lehm lagern teilweise einen Meter hoch auf den Feldern. Auf einer Fläche von rund 60 Hektar kann das Überschwemmungsmaterial von der Abteilung für Wasserwirtschaft für den Wiederaufbau des Damms verwendet werden. Sie räumt in diesem Gebiet deshalb die überfluteten Gebiete.
Lösung zeichnet sich ab
Für die Bearbeitung der restlichen 90 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche konnte zunächst keine Finanzierung aufgestellt werden. Nun zeichnet sich doch noch eine Lösung ab. „Es gibt eine Finanzierungsmöglichkeit über das EU-Programm Ländliche Entwicklung“, wie Agrarreferent LR Martin Gruber betroffene Landwirte vor Ort in Rattendorf informierte.
Große Unsicherheit für geschädigte Landwirte ist endlich vorbei
1,8 Millionen Euro werden für Räumung und Rekultivierung der Flächen benötigt. Kosten, die zu 100 Prozent von der öffentlichen Hand übernommen werden können, so Gruber. Rund 40 Prozent der Summe sollen aus dem Agrarreferat des Landes bzw. aus Landesmitteln aufgebracht werden, der Restbetrag stammt aus EU-Mitteln sowie Bundesmitteln zur Kofinanzierung des Programms Ländliche Entwicklung. „Somit ist die große Unsicherheit für die geschädigten Landwirtinnen und Landwirte endlich vorbei“, betont Gruber. Es handle sich dabei größtenteils um Bewirtschafter kleinstrukturierter Flächen, für die es unmöglich gewesen wäre, die Räumung der Flächen selbst zu finanzieren oder in Eigenregie zu bewältigen. „Mit der Flutung der landwirtschaftlichen Flächen wurde größerer Schaden von den Siedlungsgebieten abgehalten. Es war mir wichtig, dass die Landwirte nun nicht auch noch selbst für die Beseitigung dieser Spuren aufkommen müssen“, streicht der Agrarreferent hervor. Die gesamte Abwicklung der Arbeiten wird vom Land Kärnten übernommen, für die Landwirte entsteht auch in dieser Hinsicht keinerlei Aufwand.
Landesregierung beschließt Finanzierungskonzept
Mit den ersten Arbeiten wird bereits diese Woche begonnen. Der Agrarbauhof des Landes Kärnten legt Gräben frei, die Agrarbehörde des Landes führt Vermessungen durch, um die nicht mehr erkennbaren Grenzverläufe wiederherzustellen. Für die großflächigen Räumungen wird man externe Unternehmen beauftragen müssen. Das dafür notwendige Finanzierungskonzept soll nächste Woche in der Landesregierung beschlossen werden.
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