Sicherheit der Bevölkerung und Anrainerwünsche zählen:

Schlägerung von Bäumen im Gemeindefriedhof

Bad Bleiberg -

Große und alte Bäume in Verbindung eines verbauten Gebietes sind immer eine Gefahr für Mensch und Gebäude, dies wurde uns durch die Wettersituation speziell in Oberkärnten in der letzten Woche wieder einmal mehr veranschaulicht.

Wenn solche Bäume dann in einem öffentlichen Gemeindefriedhof stehen, kommen zu all den witterungsbedingten Gefahren noch die Schäden an den Gräbern hinzu, welche alleine schon durch die Wurzeln entstehen und durch die tägliche Verschmutzung, bzw. ein weiterer Punkt war/ist die Stolpergefahr durch herausragende Wurzeln – wo auch regelmäßig Vorfälle bezüglich Stütze auf er Gemeinde eingingen.

 

Risikobäume werden entfernt

Daher hat man sich in der Gemeinde Bad Bleiberg dazu bereiterklärt sukzessive die alten Risikobäume zu entfernen und durch neue heimische Strauch- und Baumarten zu ersetzen. Diesbezüglich wurde auch eine fachliche Stellungnahme vom Amt der Kärntner Landesregierung, Abteilung 8 – Kompetenzzentrum Umwelt, Wasser und Naturschutz, Unterabteilung Naturschutz – Schutzgebietsmanagement, von Herrn Sachverständigen Ing. Klaus Kleinegger eingeholt. Aus welchem hervorgeht, dass es keine einheimischen naturschutzrechtlich relevanten Bäume sind. Es handelt sich lediglich um eine Art von Thujen, in der Biotopkartierung unserer Gemeinde scheinen diese Bäume nicht auf – sie sind im Sinne des Naturschutzgesetzes nicht geschützt bzw. auch nicht als Naturdenkmal ausgewiesen.

 

Fällung einwandfrei

Somit bestand gegen eine Fällung kein Einwand. Die Vogelbrutzeit wurde abgewartet und nun die Fällung vollzogen. Die Gemeinde handelt diesbezüglich nach einem neuen Baumkataster, wo die einzelnen Bäume in Gemeindegebiet bewertet worden sind. Die Bäume im Friedhof haben zwar nicht Priorität A – doch geht die Gemeinde hier auf Anrainerwünsche ein – welche in der Form von 2 Unterschriftenlisten (für die Entfernung) an die Gemeinde herangetragen wurde. Die Vorgehensweise ist mit dem Umweltausschussobmann Gerald Almasy (SPÖ) abgestimmt.

 

Dazu Umweltausschussobmann Gerald Almasy:

 

„Somit freut es mich auch, dass die Anliegen der Anrainer über Parteigrenzen hinweg ernstgenommen werden. Für die zwei betroffenen Bäume wird es natürlich Ersatzpflanzungen geben, des Weiteren gibt es für das Jahr 2020 ein Projekt in der Höhe von rund 13.000 Euro wo nachhaltige Baum-Pflegemaßnahmen durchgeführt werden. Natürlich gibt es wie bei jedem Projekt auch kritische Gegenstimmen, diese möchte ich aber um eine nicht emotionale Sichtweise der zugrunde liegenden den Fakten bitten. Es wird auch unser Weissenbach-Hochwasser-Schutzprojekt in diesem Bereich zukünftig durch die WLV ausgebaut werden (um solche existenzbedrohenden Situationen wie letzte Woche vermeiden zu können – es ist eine wichtige Aufgabe der Gemeinde – die Bevölkerung vor Schäden durch Elementarereignisse zu schützen) – wo die noch weiter bestehenden Bäume eine nachstehende Gefahrenquelle darstellen würden.“