Hotlines des Landes Kärnten stark nachgefragt

Kärnten -

LHStv.in Prettner: Rund 300 Anrufe täglich werden über die beiden Hotlines des Landes, die Corona Hotline und jene des Bürgerservice, „abgearbeitet“ – Anfragen werden spezieller – psychologische Beratungen (noch) kaum notwendig.

 „Wir sind für alle Eventualitäten gerüstet, haben unseren internen Mitarbeiterstab durch externe Experten aufgestockt: Gott sei Dank wurden Psychotherapeuten und Mediatoren, die sich freiwillig und unentgeltlich zur Verfügung gestellt haben, aber noch kaum nachgefragt. Das kann sich natürlich mit der Dauer der Ausgangsbeschränkungen sehr schnell ändern“, sagt Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner heute, Samstag. Sie kann nach der zweiten Woche eine durchaus positive Bilanz der Coronavirus-Hotlines des Landes ziehen: Sowohl die Corona Hotline als auch die Hotline des Bürgerservice sind sehr stark frequentiert. Die Anruffrequenz beläuft sich auf rund 300 pro Tag. „Die Anfragen haben sich von eher allgemeinen Fragen in der ersten Woche hin zu speziellen Fragen geändert“, informiert Prettner.

Hotline von Montag bis Freitag besetzt

Unter der Nummer 050 536 53003 beantworten von Montag bis Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr zehn Mitarbeiter aus dem Bereich der Gesundheitsförderung und der Suchtprävention Fragen rund um die Coronakrise. Koordinator Franz Wutte vom Gesundheitsland Kärnten erklärt: „Wir haben in der zweiten Woche registriert, dass die Anfragen viel spezifischer werden – es geht nunmehr vor allem um Nachfragen zu Reisebewegungen und Quarantänepräzisierungen.“ Als Beispiele nennt er: Darf eine in Wien wohnende Person zur Betreuung ihrer betagten Eltern nach Kärnten reisen? Antwort: Ja – der Ausgang bzw. diese Fahrt fällt unter die Ausnahme Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen. Oder: Darf das Kind mit dem eigenen PKW zum getrenntlebenden Elternteil gefahren werden, auch wenn dieser in einem anderen Bundesland lebt? Antwort: Ja, genau in dieser Frage hat die Bundesregierung vor wenigen Tagen eine entsprechende Klarstellung bekanntgegeben. Oder: Darf ein Abschleppdienst ein Auto in Slowenien abholen? Antwort: Ja, sofern es sich nur um das Auto und nicht um einen Personentransport handelt. Oder: Sind Fahrgemeinschaften von Arbeitskollegen erlaubt? Antwort: Ja, vorausgesetzt, die vorgeschriebenen Abstände können eingehalten werden.

Es geht vielfach um Existenzängste

  Im Telefonstress befindet sich auch das Bürgerservice: „Bei uns haben sich die Anfragen im Vergleich zur Vorwoche sogar etwas verstärkt“, informiert Bürgerservice-Leiter Wolfgang Leitner. Im Bürgerservice stehen vier Mitarbeiter für Anfragen zur Verfügung. „Sie sind bei mehr als 100 Anrufen pro Tag voll ausgelastet“, sagt Leitner. Die Hauptanfragen richten sich auf Verhaltensmaßnahmen z.B. Besuchsregelungen bei getrennten Partnerschaften oder Ausgangsregelungen für Freizeitbedürfnisse. „Es geht aber auch um Existenzängste bei EPUs und um die Sorge vor Jobverlust“, berichtet Leitner. „Und wie in der Vorwoche ist die 24-Stunden-Betreuung ein Thema.“

Gesundheitsreferentin Prettner versichert: „Unsere Hotlines werden selbstverständlich weiter besetzt bleiben und bei Bedarf weiter aufgestockt.

Es ist unglaublich wichtig, dass die Menschen in diesen unsicheren Zeiten die Gewissheit haben, dass ihnen kompetente Auskünfte erteilt werden und dass ihnen konkret geholfen werden kann.“