Heizungstausch: Vorfinanzierung können sich viele nicht leisten

Kärnten -

Das Klimaschutz-Ministerium startet mit den Bundesländern eine Initiative: “Raus aus Öl und Gas”. Ziel ist es, Privathaushalten den Wechsel zu umweltfreundlicheren Heizsystemen zu vereinfachen.


Einkommensschwache Haushalte können sich aber die Vorfinanzierung oft nicht leisten. Eine Gesetzesänderung im Wohnbauförderungsgesetz soll das noch in diesem Jahr ändern.

Gratis-Heizung für einkommensschwache Haushalte

Eine neue Heizung? Und das zum Preis von null Euro? Das Klimaschutzministerium will so vor allem Haushalte mit niedrigem Einkommen unterstützen. Die Einkommensobergrenze für Förderung liegt bei zwölf Mal 1.908 Euro netto. Aber die Vorfinanzierung ist oft ein Problem. Nur baureife oder umgesetzte Projekte werden gefördert. Energieberater Markus Liebhard erklärt, dass die Vorfinanzierung besonders für Personen mit niedrigem Einkommen eine Herausforderung ist, so in einem Artikel vom ORF.

Kärnten plant eine Gesetzesnovelle

Das Klimaschutzministerium teilte dem ORF mit, dass die Bundesländer eine Vorfinanzierung anbieten könnten. Die Steiermark bietet dies bereits an, aber nicht alle Bundesländer tun dies. In Kärnten scheiterte die Vorfinanzierung bisher an rechtlichen Problemen. Gaby Schaunig, Stellvertreterin des Landeshauptmannes, sagt, dass sich das ändern soll. Sie will eine Gesetzesnovelle vorschlagen, die eine teilweise Vorauszahlung der Fördermittel ermöglicht.

220 Haushalte haben bisher profitiert 

In Kärnten haben seit 2022 bereits 220 einkommensschwache Haushalte eine neue Heizung um null Euro bekommen. Österreichweit waren es 2.700. Eine Energieberatung ist Pflicht. Die Höhe der Förderung hängt von den Investitionskosten ab. Es sind Beratungsstammtische in Gemeinden geplant. Sie sollen die Initiativen „Raus aus Öl und Gas“ und „Sauber heizen für alle“ bekannter machen. Kärnten hat bereits die zweithöchste Förderquote aller Bundesländer.