Waldbrände bei Tolmezzo wüten weiter – Rauch bis ins Gailtal

Region Friaul-Julisch Venetien/ Gailtal -

Zunächst schienen die Waldbrände in der Region Friaul-Julisch Venetien unter Kontrolle zu sein. Medienberichten zufolge sind die Feuer jedoch zuletzt wieder aufgeflammt und haben sich weiter ausgebreitet. Auch Kärnten unterstützt die Einsatzkräfte – erst gestern hat ein italienisches Löschflugzeug erneut den Weissensee angeflogen. Die Rauchwolken sind mittlerweile auch im Gailtal deutlich sichtbar.

Mehrere Waldbrände wüten derzeit bei Tolmezzo

Flammen und wenig Wasser verschärfen die Lage

In der Provinz Udine, bei Amaro und Tolmezzo, wüten derzeit mehrere Waldbrände. Das erneute Aufflammen der Feuer erschwert die Löscharbeiten. Auch rund um die Hafenstadt Monfalcone und in San Giovanni di Duino dauern die Löscharbeiten nach einem aktiven Wald- und Buschbrand an, berichten lokale Medien. Gleichzeitig führt der Po, Italiens längster Fluss, so wenig Wasser wie schon lange nicht mehr. Eine für den 15. August geplante Prozession zu Mariä Himmelfahrt auf dem Fluss wurde deshalb bereits abgesagt. Der Wasserstand ist so stark gesunken, dass eine sichere Fahrt mit den Booten nicht mehr garantiert ist, berichtet der ORF.

Die Lage in Norditalien bleibt angespannt (c) Ingo Ortner

Hohe Waldbrandgefahr

Die anhaltend hohen Temperaturen und der geringe Niederschlag sorgen in weiten Teilen Italiens für eine erhöhte Waldbrandgefahr.  Nahe Tolmezzo, am Berg Palavierte, kämpfen Einsatzkräfte aktuell gegen einen Waldbrand. Weitere Brände wurden am Monte Nero im Val Saisera bei Tarvis sowie am Monte Festa bei Cavazzo Carnico gemeldet.

Rauchwolken reichen bis ins Gailtal

Die Rauchwolken des Waldbrandes bei Tolmezzo sind mittlerweile bis ins Gailtal sichtbar. Die starke Rauchentwicklung ist deutlich zu erkennen. Ein Ende der Brände ist derzeit noch nicht absehbar, wie mehrere Medien berichten.

Die Rauchwolken sind bis ins Gailtal sichtbar (c) Ingo Ortner