SPÖ/ÖVP-Koalition hat viele wichtige Bereiche des Landes nicht entscheidend im Griff

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Gail-, Gitsch- und Lesachtal / Kärnten -

Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer im aktuellen Interview.

Team Kärnten Chef Gerhard Köfer setzt sich für die Anliegen der Kärntner Bevölkerung ein

Gailtal Journal: Stichwort Corona-Krise und deren Auswirkungen. Die Maskenpflicht treibt immer kuriosere Blüten.

Gerhard Köfer: „Bestes Beispiel sind besorgte Verkehrsteilnehmer, die ihre lebensrettenden Masken gerne an den Innenspiegel ihrer Fahrzeuge anbringen, um bei Bedarf im Eilzugstempo vollkommen geschützt zu sein. In meiner Jugend gab es noch den gefürchteten Rosenkranz oder den zum Erbrechen stinkenden Wunderbaum mit Vanillegeschmack. Heute baumeln unappetitliche Stoff- und Polyestermasken oder auch gerne Plastik-Visiere direkt vor dem sensiblen Riechorgan der Autolenker.“

Sie waren kürzlich auch Teilnehmer einer interessanten Corona-Enquete des Kärntner Landtages.

„Es war für mich eine besondere Ehre, dass der anerkannte Leiter der Intensivstation am Klinikum Kärnten, Primarius Prof. Dr. Rudolf Likar, das Team Kärnten als Referent am Podium vertreten hat. Ich habe in meinem Redebeitrag versucht, ein Resümee über sämtliche Fachbeiträge zu ziehen. Erfreulich war auch, dass ich mit meiner Haltung zu Corona nicht so falsch liege. Während die Vertreter der rot-schwarzen Landesregierung ihre Fehler nicht eingestehen wollen, gab es doch einige beeindruckende, negative Fakten der Fachexperten. So wurde die Ärztekammer in keine Entscheidung des Krisenstabes des Landes eingebunden. Es gab viel zu wenig Schutzbekleidung für Ärzte und das medizinische Personal.“

Was halten Sie aktuell von den Vertretern der schwarz-türkis/grünen-Bundesregierung?

„Die Mitglieder des Vereins für gegenseitige Bewunderung, oder einfach Koalition genannt, verkommen immer mehr zu einer Marionettenparade des Kanzlers. Warum gründen Kurz und Kogler nicht gleich einen eigenen Staat namens KURKO? Und uns, den anders oder eigenständig denkenden Teil in Österreich, sollen sie einfach in Ruhe lassen.“

Die SPÖ/ÖVP-Regierungskoalition in Kärnten hat kürzlich ihre Halbzeitbilanz präsentiert. Wie schaut Ihr Fazit aus?

„Ich orte in der groß präsentierten Bilanz zu viel an Schönfärberei. Die Koalition hat viele wichtige Bereiche und Themenstellungen des Landes nicht entscheidend im Griff. Vor allem im Bildungs-, Sozial- und Gesundheitsbereich gibt es zahlreiche Schwachstellen. Diese reichen vom Thema Pflege, über Armut bis zur Abwanderung. Auch die finanzielle Lage Kärntens ist dramatisch und das war sie auch schon vor und ohne Corona. Ich stelle zudem fest, dass zahlreiche Wahlversprechen nicht umgesetzt wurden. Ein Beispiel ist hier sicherlich die beitragsfreie Kinderbetreuung, die es bis heute nicht gibt. Auch beim neuen Raumordnungsgesetz heißt es noch immer bitte warten.“

Thema Flughafen. Hier wurden Sie einmal mehr Ihrem Ruf als Aufdecker mehr als nur gerecht.

„Der jetzt vorliegende Endbericht des Kärntner Landesrechnungshofes zur Teilprivatisierung des Flughafens Klagenfurt, dem eine vom Team Kärnten im Landtag durchgesetzte Prüfung zu Grunde liegt, stellt der Kärntner Landesregierung und der Kärntner Beteiligungsverwaltung ein vernichtendes Urteil aus. Seit Vorliegen des Berichtes steht schwarz auf weiß fest, wie man eine Teilprivatisierung nicht durchführen darf. Es ist ein Paradebeispiel für politisches Versagen auf allen Ebenen und zudem zählt der Bericht eine Vielzahl an Pleiten, Pech und Pannen auf.“