Wer Schulmilch trinkt, hat mehr davon

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Kärnten -

Milchprodukte gehören nicht nur zu einer ausgewogenen Ernährung, sondern schmecken auch gut. Die EU möchte Kinder in der Phase, in der ihre Essensgewohnheiten geprägt werden, für gesunde Ernährung sensibilisieren. Deshalb wird die Bereitstellung von Milch und Milchprodukten in Schulen und Kindergärten gefördert.

Schulmilch und Schulmilchprodukte sind Milchprodukte, deren Kriterien im Einvernehmen mit dem Gesundheitsministerium im Rahmen des EU-Schulprogrammes/Milch festgelegt wurden und von regionalen, zugelassenen bäuerlichen Lieferanten aufgrund von Bestellungen regelmäßig an Kindergärten und Schulen geliefert werden.

Schulmilchprodukte sind:

  • aus der Region
  • zuckerreduziert, der maximale zugesetzte Zucker ist gesetzlich festgelegt (2020/2021: 4,5 %, ab 2022/23: 3,5 %)
  • frei von Salz, Süßungsmitteln und Geschmacksverstärkern
  • nicht im Supermarkt erhältlich
  • pasteurisiert
  • zur täglichen Verteilung an die Kinder in der Schule
  • in größeren Schulen über Milchautomaten erhältlich
  • aus gentechnikfreier Fütterung
  • einfach köstlich

Seit 25 Jahren werden Schulmilch und Schulmilchprodukte von regionalen, bäuerlichen Betrieben auf Bestellung regelmäßig an Kinder in Kindergärten und Schulen geliefert. In Kärnten übernehmen dies sechs Milchbauern. Diese bäuerlichen Schulmilchlieferanten beliefern täglich rund 16.000 Kinder täglich mit frischer Schulmilch.

Das EU Schulprogramm

Ziel ist es, Kindern möglichst früh die Bedeutung von gesundheitsförderlichen und regionalen Nahrungsmittel näherzubringen, vertiefende Kenntnisse über die Herkunft zu vermitteln und Freude am Genuss von Milch und Milchprodukten zu wecken. Das EU-Schulprogramm in Bildungseinrichtungen hat klare Vorgaben und wird von der AMA abgewickelt.

Generell hat jede Schule und jeder Kindergarten in Österreich die Möglichkeit am EU-Schulprogramm teilzunehmen. Damit den Schulen und Kindergärten kein bürokratischer Mehraufwand entsteht, übernimmt der Schulmilchlieferant die Förderabwicklung mit der Agrarmarkt Austria. Geförderte Schulmilchprodukte sind nicht im Supermarkt erhältlich, sondern werden aufgrund von Bestellungen von Schulmilchlieferanten direkt an Schulen und Kindergärten zugestellt. Gefördert werden vor allem die Bereitstellung von Milch und Milchprodukten wie z.B. (laktosefreie) Konsummilch, Joghurt, Buttermilch, Sauermilch, Kakao und Fruchtjoghurt.

Thema gesunde Ernährung

Schulen tragen eine große Verantwortung für eine gesunde Ernährung, da dieses Thema im Alltag oft zu kurz kommt.

In der Milch steckt die geballte Kraft der Natur. Denn Milch enthält viele der notwendigen Nährstoffe, die der Körper täglich braucht: leicht verdauliches Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate sowie viele Vitamine und Mineralstoffe. Damit sind Milch und Milchprodukte ein unverzichtbarer Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen täglich drei Portionen Milch und fünf Portionen Obst und Gemüse zu konsumieren. Milch und Milchprodukte sind geschmacklich sehr beliebt, werden den Kindern aber nicht ausreichend dargeboten. Der Hauptfaktor für die Entwicklung eines gesunden Ernährungsverhaltens ist aber die tägliche Verfügbarkeit. Neben der Produktförderung werden ist es der Europäischen Union auch wichtig Maßnahmen, wie Veranstaltungen und und Unterrichtsbehelfe zu unterstützen, welche beitragen den Kindern die Herkunft der Lebensmittel aufzuzeigen. Eine kindgerechte Melkstation, an der die Kinder das Melken und die Herkunft der Milch erlernen können, wurde als Unterrichtsbehelf anerkannt. Dieser wird kostenlos zur Verfügung gestellt – solange der Vorrat reicht. Auch Verkostungen in der Klasse und Exkursionen auf dem Schulmilchbauernhof können organisiert werden. Broschüren, Informationsboxen und Unterrichtsmaterialien können ebenfalls angefordert werden. Auch die Elternvereine unterstützen die Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler für eine gesunde Ernährung, interessierte Eltern können sich beim Landesverband der Elternvereine melden und als Botschafter für das EU-Schulprogramm fungieren.

Schulmilch in Kärnten:

In Kärnten gibt es seit mehr als 20 Jahren die ARGE-Schulmilch, welche sich aus 6 Milchbauern – auf ganz Kärnten verteilt – zusammensetzt. Diese 6 bäuerlichen Schulmilchlieferanten beliefern Kärntenweit rund 16.000 Kinder täglich mit frischer Schulmilch. Und sind somit in 252 Kindergärten und Volks-, Mittel- und Höherbildenden Schulen vertreten und verarbeiten dabei rund 455.000 kg Milch. Die Produktpalette erstreckt sich von Trinkmilch hin zu Kakao, aber auch Produkte wie Molkegetränke, Trinkjoghurt und Fruchtjoghurt werden angeboten. Qualität und Frische, kurze Transportwege, regionale Herkunft, das Eingehen auf die Bedürfnisse der Kinder sind maßgebend für diese gute Kooperation zwischen den Betrieben und den Schulen bzw. Kindergärten. So können Kinder und Jugendliche mit hochwertigen regionalen Milchprodukten optimal versorgt werden.

Hautnah mitterleben dürfen die Kinder das Thema „Milch“ immer wieder im Rahmen von Lehrausgängen direkt auf den Schulmilchbetrieb. So können die Schülerinnen genau nachverfolgen und nachvollziehen, woher ihre Schulmilch kommt, wie sie produziert wird, welchen Weg sie zurücklegt bis sie im Klassenzimmer landet.  – Diese Möglichkeit die Betriebe durch einen Hofbesuch direkt kennenzulernen wird durchaus sehr geschätzt. Die Kärntner Schulmilchbauern sind nicht nur Produzenten und Lieferanten, sondern auch authentische Vermittler und Botschafter der regionalen, bäuerlichen Landwirtschaft. Milch ist für sie nicht nur ein hochwertiges Lebensmittel. In diesem Produkt steckt ihre ganze Liebe zur Natur, der tägliche Umgang mit ihren Tieren, Wiesen und Feldern.

Informationen rund um die Schulmilch, Pädagogische Maßnahmen und Unterrichtsbehelfe:

Gibt es unter: