Deutlicher Schutz vor schweren Verletzungen
ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nosé erinnert an die Bedeutung des Gurtes: „Der Gurt ist eine der einfachsten und zugleich wirksamsten Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit.“ In den vergangenen zehn Jahren verloren 508 Menschen in Österreich ihr Leben, weil sie nicht angeschnallt waren. Viele dieser Todesfälle wären bei konsequenter Gurtnutzung wahrscheinlich vermeidbar gewesen. Wer auf den Sicherheitsgurt verzichtet, riskiert außerdem eine Strafe: Seit 1984 wird das Nichtanlegen mit einem Organmandat von 50 Euro geahndet. Beim ungesicherten Transport von Kindern drohen deutlich höhere Konsequenzen.
Männer schnallen sich seltener an
Die Gurtmoral in Österreich ist grundsätzlich hoch: Bei einer ÖAMTC-Erhebung im Frühjahr 2025 wurden 20.160 Pkw-Insass:innen erfasst, 93,5 Prozent waren angeschnallt. Das Ziel müsse jedoch eine vollständige Gurtanlegequote sein, betont der ÖAMTC. Besonders auffällig: Männer verzichten häufiger auf den Sicherheitsgurt als Frauen. Während Frauen eine Anschnallquote von 96 Prozent erreichen, liegt sie bei Männern bei 91,8 Prozent. Auch die Unfallstatistik zeigt Unterschiede: Vor allem Männer zwischen 25 und 34 sowie zwischen 55 und 64 Jahren zählen zu den Gruppen mit besonders vielen tödlich Verunglückten ohne Gurt.
Gurt an – auch bei kurzen Wegen
Ein weiterer Aspekt, den viele Lenker:innen unterschätzen, ist die Gefahr vermeintlich harmloser Kollisionen bei niedrigen Geschwindigkeiten. “Ein Aufprall bei nur 30 km/h entspricht einem Sturz aus vier Metern Höhe im freien Fall. Ohne angelegten Gurt ist es praktisch unmöglich, das eigene Körpergewicht allein mit Armen und Beinen abzufangen. Der Gurt gehört bei jeder Fahrt dazu – auch auf kurzen Strecken und bei niedrigen Geschwindigkeiten”, appelliert Nosé abschließend.









































