Bezirkspolizeikommando Hermagor unter neuer Leitung

Hermagor -

Die Polizistinnen und Polizisten im Bezirk Hermagor erhalten mit 1. September 2020 eine neue Chefin: Leutnant Mag. Katrin Horn, BA. Sie schloss vor kurzem die Ausbildung zur Polizei-Offizierin ab und wird nun im Süd-Westen Kärntens die Verantwortung für über 60
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernehmen.


Frischer Wind beim Bezirkspolizeikommando Hermagor: mit Leutnant Mag. Katrin Horn, BA übernimmt eine frisch ausgebildete, junge und motivierte Offizierin die Leitung des Bezirkes. „Einerseits bringt diese Ernennung eine große Herausforderung mit sich, andererseits bietet sie mir zugleich die Chance mich weiterzuentwickeln und unbeeinflusst an neue Aufgabengebiete heranzugehen“, so Horn. Seit dem Wechsel ihres Vorgängers Oberstleutnant Werner Mayer, BA nach Spittal/Drau, wurde der Bezirk interimistisch von Chefinspektor Paul Schnabl geführt.

Ausbildung

Der neuen Bezirkschefin von Hermagor wurde der Exekutivberuf nicht „in die Wiege gelegt“. Sie entschloss sich erst im Alter von 27 Jahren nach einem Medienmanagement-Studium, diesen Weg einzuschlagen. Nach ihrer Grundausbildung sammelte sie unter anderem auf der Polizeiinspektion Klagenfurt/ WS-Villacher Straße erste dienstliche Erfahrungen. Dort war sie auch als Polizeischiffsführerin tätig und zudem Mitglied der Einsatzeinheit Kärnten.

Vor ihrer Offiziers-Ausbildung war Katrin Horn zuletzt Lehrerin in der Polizeischule in Krumpendorf/WS und sorgte dort mit ihren Kolleginnen und Kollegen dafür, dass der Polizei-Nachwuchs bestens ausgebildet wurde. Einen Schwerpunkt in ihrer zukünftigen Tätigkeit sieht Horn darin, dass vorhandene Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung auf hohem Niveau zu halten und nach Möglichkeit noch weiter zu steigern. „Andererseits möchte ich die bereits bestehende bürgernahe Polizei fortführen und für sämtliche Probleme und Anliegen jederzeit zur Verfügung steht“, sagt Horn.

Respektvolles Miteinander

Als Vorgesetzte ist ihr ein freundliches und respektvolles Miteinander wichtig. Zudem hat sich sie sich vorgenommen, für Probleme dienstlicher als auch privater Natur ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer ein offenes Ohr zu haben. Ausgleich zum beruflichen Alltag findet Katrin Horn bei Spaziergängen in der Natur, wobei sie von ihren beiden Hunden begleitet wird. Neben Skifahren gehört auch Crossfit zu ihren sportlichen Hobbies.

Interview

Frau Leutnant Mag. Horn, Sie übernehmen als „frisch gebackene“ Offizierin gleich das Kommando im Bezirk Hermagor und damit zugleich die Verantwortung für mehr als 60 Mitarbeiter. Worin erblicken Sie bei diesem Karrieresprung die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung wird es sein die Kommandantenfunktion auszuüben. In meiner Ausbildung zur leitenden Beamtin konnte ich von den Erfahrungen meiner Chefs viel lernen, jedoch ist der tatsächliche Schritt in den Vordergrund dienstlich und persönlich eine Herausforderung. Ich sehe dies durchwegs als eine positive und große Chance für mich, mich weiterzuentwickeln und unbeeinflusst neue Herausforderungen heranzugehen. Ich freue mich sehr auf die Aufgabe und bin auf den Facettenreichtum der künftigen Aufgaben gespannt.

Sie haben vor kurzem die Offiziers-Ausbildung mit hervorragendem Erfolg abgeschlossen. Wie resümieren Sie über diese drei Jahre?

Im Nachhinein betrachtet sind diese drei Jahre sehr schnell vergangen. Auf meinen verschiedenen Praxisdienststellen, wie etwa dem Stadt- und Bezirkspolizeikommando Klagenfurt oder dem Büro für Öffentlichkeitsarbeit und internen Betrieb konnte ich viel lernen und einen Einblick in die küftige Arbeit gewinnen. Das Studium auf der Fachhochschule war fordernd und dabei sehr interessant. Dadurch wurde ich umfassend auf mein künftiges Aufgabenfeld vorbereitet.

Warum haben Sie sich dazu entschlossen, die Offiziers-Ausbildung zu absolvieren?

Nachdem ich die Polizei-Grundausbildung abgeschlossen hatte bekam ich erstmals Einblick in die verschiedenen Aufgabenfelder in den unterschiedlichen Führungsebenen. Für mich war und ist es immer eine faszinierende Herausforderung, das Ganze zu betrachten. Ob dies das planen und durchführen von Einsätzen, beispielsweise bei Veranstaltungen, ist, oder das Erkennen von Problemstellungen bzw. Herausforderungen für einen Bezirk – als leitende Beamtin kann ich nun diese Aufgaben wahrnehmen.

Welches sind die größten Herausforderungen, welche Sie für „ihren“ Bezirk in der nächsten Zeit sehen? Wo werden Sie Schwerpunkte in Ihrer Arbeit setzen?

Der vormalige Bezirkskommandant Werner Meyer hat den Bezirk hervorragend geführt. Daran möchte ich anknüpfen und diese gute Arbeit fortzusetzen. Einer meiner Schwerpunkte wird es sein, das bereits vorhandene Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung weiter auszubauen und so auf hohem Niveau zu halten. Andererseits möchte ich die bereits bestehende bürgernahe Polizei fortführen die für Probleme und Anliegen jederzeit zur Verfügung stehen. Eine weitere Aufgabe wird es auch sein, mit jungen Menschen in Kontakt zu treten und Präventionsarbeit leisten.

Wie würden Sie sich selbst als „Chefin“ beschreiben? Was dürfen sich Ihre zukünftigen Mitarbeiter von Ihnen erwarten?

Eine der wichtigsten Komponenten für ein funktionierendes Miteinander ist für mich die Kollegialität. Daher ist mir ein freundliches und zugleich respektvolles Miteinander wichtig. Zudem ist es mir ein großes persönliches Anliegen für dienstliche und private Probleme der Kolleginnen und Kollegen immer ein offenes Ohr zu haben.

War Ihnen die Karriere bei der Exekutive sozusagen in die Wiege gelegt oder hatten Sie ganz andere Berufswünsche?

Jein. Als Kind wollte ich zwar Kriminalpolizistin werden. Doch ich entschloss mich erst mit 27 Jahren zu Polizei zu gehen. Zuvor studierte ich „Medienmanagement“ an der Fachhochschule St. Pölten und ging dann in die Musikbranche. Diese hatte aber über die Jahre für mich zunehmend an Glanz verloren und so wurde der Wunsch, Polizistin zu werden, wieder stärker. Als dann eines Tages der Polizeihubschrauber neben mir landete, war dies sozusagen die „Initialzündung“ und ich bewarb mich.

Wer rastet, der rostet, so sagt man. Wo sieht sich Leutnant Mag. Katrin Horn, BA in zehn Jahren?

Die einzige Konstante ist die Veränderung. In erster Linie freue ich mich auf die Aufgaben, die mich in nächster Zeit im Bezirk Hermagor erwarten.

Erlauben Sie uns abschließend noch eine private Frage: Da der Alltag in der Exekutive oft fordernd und stressig sein kann und Nachtdienste sozusagen an der Tagesordnung stehen – wo finden Sie Ausgleich zum Beruf?

In erster Linie finde ich den Ausgleich bei meinen zwei Hunden, mit denen ich gerne in der Natur spazieren gehe. Neben Skifahren gehört auch Crossfit zu meinen sportlichen Hobbies. Dabei kann ich Stress gut abbauen und mich wieder auf das Wesentliche konzentrieren. Daher freue ich mich schon auf den Winter in Hermagor.