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Kirchbach -
Renate Brandstätter aus Kirchbach feierte Anfang September ihren 80. Geburtstag. Sie stammt aus der bekannten Unterberger „Dynastie“ und hat gemeinsam mit ihrem Mann Hans das heutige Sägeunternehmen Brandstätter aufgebaut. Eine starke Frau und Mutter, welche immer im Hintergrund wirkte und doch entscheidend zum Unternehmenserfolg beigetragen hat.
Renate Brandstätter ist eine tüchtige Unternehmerin und Mutter
Das Leben von Renate Brandstätter (geboren 1939) ist nicht so verlaufen, wie sie sich dies ursprünglich vorgestellt hat. Sie besuchte die Handelsschule und später eine Hotelfachschule in Wien. Der Großvater Johann Bapt. Unterberger (1881 – 1958) war Gutsbesitzer von Schloss Thurn und Dabor in Kirchbach. Im Zuge der Weltwirtschaftskrise (1920 bis 1930) wurde der größte Teil vom Besitz verkauft und sein Sohn Johann (Hans) Unterberger (1907 – 1954) hatte ein Vorkaufsrecht beim Gasthof in Kirchbach Nr. 3, welchen er dann auch erwarb. Als Renate gerade einmal 15 Jahre alt war, starb der Vater mit nur 47 Jahren. Doch dies war nicht das alleinige Unglück in der Familie. Ihr einziger Bruder Kurt (1941 – 1958) war gerade 17 Jahre alt und der logische Betriebsnachfolger. Er verunglückte auf tragische Weise bei einem Holztransport und sie stand nun mit ihrer Mutter Valerie allein da. Viel hatte sie von ihrer Jugend nicht und erfüllte ihre Pflichten so gut sie nur konnte.
So begann alles – das Foto zeigt die „alte“ Säge im Jahre 1953
Mühevoller Aufbau
Im Jahr 1960 heiratete Renate ihren Mann Hans Brandstätter (85), welcher aus Simmerlach bei Oberdrauburg kommt und aus einer „Saglerfamilie“ stammte. Aus der Ehe gingen die vier Söhne Christian (58), Hans Jürgen (56), der heutige Betriebsnachfolger Andreas (55) sowie Michael (51) hervor, welcher ebenfalls im Unternehmen beschäftigt ist. „Den Gasthof haben wir 1965 geschlossen, um uns noch mehr auf das Sägewerk konzentrieren zu können“, sagt Renate Brandstätter und ist stolz auf insgesamt neun Enkelkinder. Das erste Sägewerk befand sich neben dem Autohaus Schwarz und wird heute noch als Lagerplatz benützt. Das Jahr 1969 war sicherlich ein „Meilenstein“ in der Geschichte des Unternehmens, das heutige Sägewerk beim ehemaligen Bahnhof wurde vom Besitzer Hassler aus Greifenburg sozusagen „zurückgekauft“. Denn es war bereits einmal in der Familie Unterberger und nannte sich damals Gailtaler Holzindustrie, allerdings gab es drei Besitzer. Nämlich die Familien Unterberger und Berger in Kirchbach sowie Pirschl in Reisach.
(v.l.n.r.) Der jüngste Sohn Michael, Hans Brandstätter, Enkelsohn Philipp und Betriebsnachfolger Ing. Andreas Brandstätter
Gute Zeiten
Im Laufe der Jahrzehnte wurde viel investiert, modernisiert sowie das Auslandsgeschäft mit Italien intensiviert. „Es waren damals sicherlich gute Zeiten“, verrät Renate Brandstätter und speziell mit den Italienern gab es sehr gute Verbindungen, welche zu einem großen Teil heute noch bestehen. Vor rund 25 Jahren wurde der Betrieb an Sohn Andreas übergeben und bis vor zirka fünf Jahren war sie noch im Unternehmen „involviert“. Das Sägewerk wird heute vom Betriebsnachfolger zur vollsten Zufriedenheit weitergeführt. In den Sommermonaten sind zirka 15 Mitarbeiter beschäftigt und neben dem Sägewerk wird auch für die örtliche Fern- bzw. Nahwärme produziert. „Ich bin dankbar, dass wir trotz der Schicksale in unserer Familie so viel aufbauen konnten“, meint die ehemalige Unternehmerin und war immer im „Hintergrund“ der Firma tätig. Für die Zukunft wünscht sie sich weiterhin Gesundheit und Frieden in der Familie mit allen Kindern, Schwiegerkindern sowie Enkelkindern. Gesundheitlich geht es den beiden rüstigen Pensionisten noch sehr gut. Im April dieses Jahres unternahmen sie eine Autofahrt in die Schweiz und besuchten dort Verwandte. So viel dürfen wir an dieser Stelle noch verraten und wünschen alles Gute zum runden Geburtstag!
Die „Großfamilie“ Brandstätter mit den vier Söhnen, Schwiegertöchtern und Enkelkindern
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